Die Ganztagsbetreuung in der früheren Grundschule nimmt immer konkretere Formen an. Foto: Dold

Zum frühest möglichen Zeitpunkt soll eine Ganztagsbetreuung im früheren Grundschulgebäude eingerichtet werden.

Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Das Ganze kostet laut Berechnung von Architekt Jürgen Bihlmaier 620 000 Euro, wovon 434 000 Euro durch das Investitionsprogramm Ganztagsausbau gefördert werden.

 

Rolf Buchholz hakte nach, wie es mit dem Brandschutzkonzept aussehe. Es gelte Bestandsschutz, informierte Bihlmaier, daher müsse die Bausubstanz nicht erneuert werden. Lediglich wenn eine geänderte Nutzung – beispielsweise für ein Vereinshaus oder Wohnungen – vorliege, müssten Änderungen am Brandschutz vorgenommen werden.

Hierzu wurde eine brandschutzrechtliche Stellungnahme der Firma BBGA aus Schramberg eingeholt. In dieser wurde wurde auf die massive und feuersichere Bauweise verwiesen, wodurch die Schutzziele im Rahmen des Bestandsschutzes erreicht sei.

Treppe wünschenswert

Ein weiteres Treppenhaus im Außenbereich in Richtung Schulhof wäre wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig. Ansgar Fehrenbacher hakte nach, wie viel eine solche Treppe kosten würde. 60 000 bis 70 000 Euro, meinte Bihlmaier.

Sandra Winterhalter regte an, es solle geprüft werden, ob der Treppenbau möglich sei. Schließlich gebe es jetzt 70 Prozent Zuschuss und zu einem späteren Zeitpunkt voraussichtlich nicht mehr. Der Punkt mit der Treppe könne nachgereicht werden, meinte Bihlmaier.

Sandra Winterhalter informierte in ihrer Rolle als Schulleiterin darüber, dass es ab dem Schuljahr 2026/27 einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung gebe. Das wisse man seit 2022. „Es war schnell klar, dass wir in Lauterbach dieses Angebot brauchen“, blickte sie zurück. Die Eltern seien darauf angewiesen. Lauterbach sei auch schon Vorreiter bei der Verlässlichen Grundschule gewesen, daher könne man auch bei der Ganztagsschule optimistisch sein.

Angebot nicht verpflichtend

Dieses Angebot sei aber nicht verpflichtend, vielmehr könnten die Eltern wählen. „Wir wollen maximale Flexibilität für die Eltern“, betonte Sandra Winterhalter.

In der Ganztagesbetreuung gebe es offene Angebote statt Unterricht. Neu sei auch, dass künftig die Ferienzeiten bis auf vier Wochen im Jahr abgedeckt werden könnten. Sollten die Eltern die nötigen Mittel nicht aufbringen können, werde ihnen das Angebot bezahlt.

„Es gibt einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung“, sagte Bürgermeister Jürgen Leichtle. Daher müsse man so agieren, als ob alle Kinder betreut werden müssten.