Der Erweiterungsbau der Ostbaarschule in Oberbaldingen schreitet voran. Der Rohbau ist bereits fertig. Foto: Simone Neß

Bad Dürrheim investiert in die Ganztagsbetreuung: Sowohl der Erweiterungsbau der Ostbaarschule in Oberbaldingen als auch der Umbau des alten Rathauses machen Fortschritte.

„Die Erweiterung der Ostbaarschule stellt einen großen Mehrwert für den Stadtteil Oberbaldingen dar“ – das sagte Bad Dürrheims Bürgermeister Jonathan Berggötz beim Spatenstich im Juli vergangenes Jahr. Für rund 2,8 Millionen Euro wird die Ostbaarschule in Oberbaldingen erweitert und der Ganztagsbereich damit maßgeblich aufgewertet.

 

Jetzt, über ein halbes Jahr nach dem Spatenstich, hat sich am Erweiterungsbau schon einiges getan: „Der Erweiterungsbau macht gute Fortschritte“, verkündet Nicole Schneckenburger von der Stadtverwaltung Bad Dürrheim auf Anfrage unserer Redaktion. Der Rohbau sei bereits fertiggestellt, ebenso seien die Fenster eingebaut worden. Zudem hätten vergangene Woche die Trockenbauarbeiten begonnen. „Im Anschluss folgen die Rohinstallationen für Elektro, Sanitär und Heizung“, so Schneckenburger. Gebaut wird ein so genannter erdversunkener Erweiterungsbau, so dass sowohl die Sicht auf die Kirche gewahrt wird, als auch die Spielfläche im Schulhof weiterhin nutzbar bleibt.

Trotz der zu Jahresbeginn sehr winterlichen Temperaturen laufen die Bauarbeiten nahtlos weiter. „Durch den Einbau der Fenster und den Einsatz einer Bauheizung ist ein regulärer Bauablauf möglich, sodass kein Baustopp erforderlich ist“ erklärt Schneckenburger. Die Arbeiten könnten demnach planmäßig fortgeführt werden.

Den großen Kran, der für den Erweiterungsbau benötigt wird, sieht man schon von Weitem. Foto: Simone Neß

Zudem befinde sich das Projekt weiterhin „sowohl im vorgesehenen Kostenrahmen von rund 2,8 Millionen Euro als auch im Zeitplan“, betont Schneckenburger. Die Fertigstellung sei nach wie vor bis Ende 2026 vorgesehen.

Altes Rathaus wird umgebaut

Die Ganztagsbetreuung ist auch an der Grund- und Werkrealschule in Bad Dürrheim ein Thema. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sind Kommunen verpflichtet, Ganztagsbetreuung anzubieten. Damit das möglich ist, investiert die Stadt in den Umbau des alten Rathauses an der Schule. Dieses soll künftig für die Betreuung der Schüler genutzt werden.

Der Umbau des alten Rathauses habe bereits begonnen, die Bauarbeiten starteten Anfang letzten Oktober und „befinden sich derzeit mitten in der Umsetzungsphase“, teilt Schneckenburger mit.

Das alte Rathaus in der Schulstraße wird derzeit für die Ganztagsbetreuung der Grund- und Werkrealschule saniert. Foto: Simone Neß

Im Rahmen dieses Umbaus werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören „der Einbau einer neuen WC-Anlage für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte, eine Umgestaltung der Elektrik sowie umfangreiche Innenausbauarbeiten. Eine bestehende Fachwerkwand wird entkernt und anschließend mit Glaselementen neu gestaltet. Darüber hinaus erfolgen Maler-, Fliesen- und Bodenbelagsarbeiten“, so Schneckenburger. Außerdem entstehen im alten Rathaus eine kleine Teeküche, zwei große Räume für den Ganztagsbereich mit Sitzecke, ein Raum für Stillarbeit, ein Lehrerzimmer, ein Ruheraum sowie ein Raum für Einzelbetreuung.

Gesamtkosten liegen bei rund 360 000 Euro

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 360 000 Euro. Die Mittel sind laut Schneckenburger im Haushalt eingeplant. Der Abschluss der Umbauarbeiten sei für Mitte Mai vorgesehen. Die Betreuung der Kinder soll damit ab dem kommenden Schuljahr in den neuen Räumlichkeiten möglich sein.