Der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung an Grundschulen stellt die Kommunen vor Herausforderungen. (Symbolfoto) Foto: Sven Hoppe/dpa

Das Regierungspräsidium Freiburg hat 123 Anträge von Schulträgern für das Investitionsprogramm zum Ganztagsausbau bewilligt. Bedacht wurden auch neun Schulen im Kreis Rottweil.

Bislang wurden von den bereit gestellten Bundesmitteln rund 73 Millionen Euro sowie von den zusätzlichen Landesmitteln rund 30 Millionen Euro an Landkreise, Kommunen und private Träger vergeben.

 

Insgesamt waren laut Pressemitteilung 161 Anträge beim Regierungspräsidium Freiburg eingegangen, davon 15 von privaten Trägern. Wie das RP mitteilt, können alle bis zum Stichtag am 11. September 2024 eingegangenen Anträge bewilligt werden, sofern sie die notwendigen Fördervoraussetzungen erfüllen.

Nachfrage sehr hoch

„Die Investition in die Ganztagesbetreuung ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass alle Kinder die bestmöglichen Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft haben“, betont Regierungspräsident Carsten Gabbert: „Die Nachfrage nach den Mitteln des Investitionsprogramms war von Beginn an sehr hoch. Wir sind froh, dass wir alle rechtzeitig eingereichten, Anträge der Schulträger im Regierungsbezirk Freiburg, die die Förderkriterien erfüllen, bewilligen können. Mit den zusätzlichen Mitteln können die Landkreise und Kommunen die bestehenden Ganztagsangebote weiter ausbauen und verbessern.“

Ab dem 1. August 2026 gilt der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Kinder im Grundschulalter in Baden-Württemberg. Der Bund unterstützt die Umsetzung dieses Betreuungsanspruchs durch ein Förderprogramm für investive Maßnahmen wie die Räumung und Erschließung von Grundstücken, den Neubau oder Umbau von Einrichtungen sowie Investitionen in die Ausstattung von Ganztagseinrichtungen, heißt es in einer RP-Pressemitteilung.

Infrastruktur modernisieren

Ziel des Investitionsprogramms Ganztagsausbau ist, die Infrastruktur der Schulen zu modernisieren und innovative Bildungsangebote zu fördern. Damit alle bis zum oben genannten Stichtag im Land eingereichten Anträge berücksichtigt werden können, hat das Land Baden-Württemberg zusätzlich zu den landesweit 358,6 Millionen Euro an Bundesmitteln weitere Mittel in Höhe von 861,3 Millionen Euro für die Jahre 2024 bis 2029 bereitgestellt.

Die Schulen im Kreis Rottweil

Im Kreis Rottweil wurden bislang die folgenden Schulen gefördert: Konrad-Witz-Schule mit 19 600 Euro, Grundschule am Dissenhorn in Göllsdorf 46 500 Euro, Römerschule Rottweil mit 68 700 Euro, Hans-Holzwarth-Grundschule in Dornhan mit 2,4 Millionen Euro, Grundschule Lauterbach mit 434 000 Euro, Grundschule Aichhalden mit 669 000 Euro, Grund- und Werkrealschule Zimmern mit 624 100 Euro, Grundschule Stetten mit 32 700 Euro und Schulverbund Oberndorf mit 570 400 Euro.