Ab dem Schuljahr 2026/2027 haben Grundschulkinder einen Anspruch am Ganztagesbetreuung. So bereitet sich die Stadt Bad Liebenzell auf die neue Situation vor.
Die Stadt Bad Liebenzell investiert in ihre Schulen. Dabei spielt die Ganztagesbetreuung für Grundschüler eine große Rolle. Ab dem Schuljahr 2026/2027 haben zunächst alle Erstklässler einen solchen Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung. Ab dem Schuljahr 2027/2028 sind es die Erst- und Zweitklässler, ab dem Schuljahr 2028/2029 die Erst- bis Drittklässler und ab dem Schuljahr 2029/2030 alle Grundschüler.
Baukosten Die Baukosten im Zusammenhang mit der Ganztagesbetreuung für Grundschüler belaufen sich in Bad Liebenzell auf rund 4,6 Millionen Euro, teilte die stellvertretende Hauptamtsleiterin Alina Reichardt auf Anfrage unserer Redaktion mit. In diesen Kosten ist nicht nur der inzwischen fertiggestellte Anbau enthalten. Die Stadt bekommt eine Förderung in Höhe von knapp 2,7 Millionen Euro. Verbaut sind bisher 2,7 Millionen Euro.
Zahl der Grundschüler mit Anspruch Wie viele Grundschüler hätten in Bad Liebenzell einen solchen Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung? Im Schuljahr 2026/2027 wären es laut Angaben der Stadtverwaltung vom 12. Dezember 110 Kinder. Im Schuljahr 2027/2028 kämen noch einmal 144 Kinder dazu. Weitere 130 Kinder wären es im Schuljahr 2028/2029 und im Schuljahr 2029/2030 zusätzliche 126 Kinder. Das wären im Schuljahr 2029/2030 zusammen 510 Kinder, die einen Anspruch hätten.
Zahlen können sich jederzeit ändern
Diese Zahlen sind jedoch eine Momentaufnahme. Sie können sich jederzeit ändern. Grundlage sind die derzeit vorliegenden melderechtlichen Unterlagen, gibt Reichardt zu bedenken.
Kosten für die Betreuung Und wie hoch sind die Kosten für die Betreuung? Sie könnten schwer abgeschätzt werden, da einige Faktoren noch nicht abzusehen seien, so Reichardt. Sie nennt als Beispiele die Kosten des noch fehlenden Personals sowie etwaige Erhöhungen im Bereich der Betreuungs- und Mensagebühren. Eine aktuelle Kalkulation der derzeitigen Gesamtkosten liege jedoch vor, so Reichardt.
Verschiedene Fördertöpfe
Zuschüsse für die Betreuung erhalte die Stadt aus verschiedenen Fördertöpfen, wie zum Beispiel Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfe, die Kernzeitbetreuung und die flexible Nachmittagsbetreuung, so Reichardt. Diese Zuwendungen variierten jedoch jährlich je nach Kinderzahl, verfügbarer Fördermittel oder geleisteter Stunden. „Die Zuschüsse für das Schuljahr 2024/2025 beliefen sich beispielsweise auf rund 98 000 Euro, wovon jedoch nicht alles der Ganztagesbetreuung zuzuschreiben ist“, so Reichardt.
Personal Die Stadt stellte bereits weiteres Personal für die Ganztagesbetreuung an Grundschulen ein, war von Reichardt zu erfahren. Für das Schuljahr 2026/2027 sei die Stadt nach aktuellem Stand gut aufgestellt.
„Es wird sich jedoch vorbehalten, zusätzliches Personal einzustellen, falls sich die Situation (Schülerzahlen) verändern sollte“, fügte Reichardt hinzu. Die Stadt rechne für die Jahre 2026/2027 und 2027/2028 mit einem Bedarf von 16,73 Vollzeitstellen.