Das traditionelle Schallbacher Zeechefescht lockte viele Besucher an. Was wurde geboten?
Festorganisator Daniel „Sütti“ Sütterlin hatte mit seinem Team innerhalb einer Woche die zahlreichen Lauben und Hütten des 50. Schallbacher Zeechefeschtes vorbereitet.
Eigentlich wäre es bereits das 52. Fest, allerdings kam Corona dazwischen. Er sagte: „Das ganze Dorf hilft hier zusammen, alle ziehen an einem Strang“. Alle Buden wurden im Eigenbau selbst aufgestellt, wobei in Schallbach zahlreiche Handwerker wie Zimmerer, Elektriker und Landwirte unterstützten.
Viel Engagement gezeigt
Für die Angehörigen der fünf beteiligten ausrichtenden Vereine, Gesangverein, Frauenverein, Kinder- und Jugendförderverein, Zeeche-Clique und natürlich die Aktiven der Feuerwehr waren es anspruchsvolle Tage, bis am Freitag Abend alles vorbereitet war.
So wurde natürlich auch der traditionelle Festkranz fertiggestellt und beim Rathaus befestigt. Das Gebinde hatten die „Kränzler von Schallbach“ aus Tannenreisig hergestellt. Laut Daniel Sütterlin geht es bei der Herstellung von Festkränzen stets sehr unterhaltsam zu, die Angehörigen der Gruppe sind die jungen ledigen Leute vom Dorf.
Sütterlin sagte: „Die Fertigstellung der Buden wurde natürlich bei unserem inoffiziellen Festbeginn am Freitagabend gemeinsam gefeiert“. Sütterlin freute sich und sagte: „Von niemandem kam eine Absage, mitzuhelfen. Ich kenne keinen besseren Zusammenhalt im Dorf als in Schallbach“.
Als Organisator des Schichtplanes hatte er für das dreitägige Fest 300 Schichten einzuteilen, 150 Helfer stehen auf der Helferliste. Sütterlin weiß: „Hier ist immer die Hölle los“ – und Recht hatte er.
Der Fassanstich
Pünktlich zum Fassanstich durch Bürgermeister Christian Iselin begann das Festvolk zu strömen und es sich in den gemütlichen Hütten bequem zu machen. Für die Kulinarik war reichhaltig gesorgt. Auch die Kinder hatten jede Menge Spaß mit dem Karussell.
Freibier gespendet
Der Fassanstich selbst war eigentlich gar nicht geplant. Allerdings hatte der Getränkeservice Schindler aus Steinen zugunsten des Festes ein 30-Liter-Fässchen Bier spendiert, was natürlich durch den Bürgermeister angestochen werden musste. Christian Iselin bewies seine Schlagfertigkeit - und nach einem gekonnten Hieb mit dem Hammer zischte das kühle Nass in die ebenfalls spendierten Tonkrüge des Spenders. Schnell war das Freibier an die Gäste in der Warteschlange ausgegeben.
Viele Besucher sind seit Jahrzehnten beim Fest anzutreffen. Familienvater Jörg Scheurer mit Ehefrau Elisabeth und den Kindern Linka (9 Jahre) und Julius (11 Jahre) äußerte gegenüber unserer Zeitung: „Wir würden um nichts in der Welt unser Zeechefescht verpassen“. Die Familie ist in der Zeeche-Clique aktiv, Jörg Scheurer sagte: „Unseren Urlaub planen wir immer vor oder nach dem Fest, da gibt es keine Ausnahme“.
Die Festmeile – eigentlich handelt es sich um eine Strecke von rund 200 Metern entlang des Rathauses – füllte sich zur Festeröffnung am Samstag bis zur „Druggete“, es wurde geplauscht und sich beim reichhaltigen Essens- und Getränkeangebot gemeinsam vergnügt.
Große Gästeschar
Auf dem ganzen Festgelände duftete es verführerisch und einladend nach den angebotenen Leckereien, wie Waffeln, Raclette, gebratenen Hähnchen oder dem Schüfeli. Die eingesetzten Helfer hatten zunehmend alle Hände voll zu tun, die Wünsche der zunehmenden Gästeschar zu erfüllen.