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Gammertingen/Bremerhaven Vermisste Mutter und Tochter tot aufgefunden

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Die Feuerwehr hat das Auto aus der Weser geborgen. Foto: Ortspolizeibehörde Bremerhaven

Gammertingen/Bremerhaven - Die vermisste zehnjährige Sofia W. aus Gammertingen und ihre Mutter sind wohl tot gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei zwei Wasserleichen in der Weser bei Bremerhaven um die Vermissten handelt.

Mit einem Spezialboot der Hafengesellschaft Bremen Ports wurde am Donnerstag ein Auto in der Weser geortet. In Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Westpfalz, der Polizei Bremerhaven und der Feuerwehr Bremerhaven wurde das Fahrzeug am Abend aus dem Wasser geborgen.

Ausweisdokumente im Fahrzeug gefunden

Bei dem Auto handle es sich, so die Polizei am späten Donnerstagabend, "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um das Fahrzeug von Hariklia S., mit dem sie und ihre Tochter unterwegs gewesen sein sollen. Im Fahrzeuginnern befanden sich zwei Tote. Dabei handelte es sich um eine erwachsene Frau und ein Mädchen.

In dem Renault Laguna befanden sich Ausweisdokumente von Hariklia S., weshalb die Polizei davon ausgeht, dass es sich bei den Toten um die seit 8. Juni Vermissten handelt. Die definitive gerichtsmedizinische Bestätigung steht noch aus. 

Obduktion soll Umstände klären

Die Umstände, die zum Tod der Vermissten führten, sind aktuell nicht geklärt. Die Toten sollen in den nächsten Tagen obduziert werden. Auch der Wagen, den die Feuerwehr mit einem Spezialkran aus dem Wasser zog, wird kriminaltechnisch untersucht. Wann es nähere Details gibt, kann die Polizei am Freitagmittag noch nicht abschätzen.

Sofia befand sich seit Samstag, 30. Mai, zu Besuch bei ihrer Mutter in Kaiserslautern. Ihre Eltern hatten dies so verabredet. Weil Hariklia S. ihre Tochter Sofia am 8. Juni 2020 nicht wie vereinbart zurück zum Vater brachte - Sofia lebte bei ihm in Gammertingen - und der Vater die beiden telefonisch nicht erreichte, informierte er am Montag die Polizei über die Umstände. Nachdem die Ermittlungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nicht zum Auffinden der Vermissten führten, bildete das Polizeipräsidium Westpfalz am Mittwoch, 10. Juni, eine Sonderkommission.

Zuletzt in Bremerhaven gesehen

Die Polizei ermittelte zunächst im Umfeld der Vermissten. Die Spur führte schließlich nach Norddeutschland. Konkrete Hinweise zum Aufenthaltsort von Hariklia S. und Sofia gab es nicht, weshalb die Polizei seit Samstag, 13. Juni 2020, bundesweit öffentlich nach den Vermissten fahndete.

Zuletzt wurden Hariklia S. und Sofia in einem McDonalds Restaurant in Bremerhaven Mitte beziehungsweise an der ARAL-Tankstelle im Bremerhavener Stadtteil Lehe vermutet. Mutter und Tochter hatten am Wochenende (6./7. Juni 2020) ein Hotelzimmer in Bremerhaven gebucht und vermutlich sowohl am Samstag als auch am Sonntag den Zoo am Meer besucht. Ab Sonntag verlor sich ihre Spur.

Die Ursache und Umstände für den Tod und das Verschwinden von Hariklia S. und Sofia sind aktuell nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern an und werden in alle Richtungen geführt. Die Staatsanwaltschaft Bremerhaven hat die Ermittlungsführung übernommen.

Polizei bittet weiterhin um Zeugenhinweise

Wer hat den dunkelgrauen Renault Laguna mit dem amtlichen Kennzeichen CW-OI 76 oder Hariklia S. und Sofia zwischen Sonntag, 7. Juni, und Donnerstag, 18. Juni, insbesondere im Bereich des Willy-Brandt-Platzes oder am Weserufer in Bremerhaven gesehen?

Die 46-jährige Hariklia S. war 1,58 Meter groß, schlank und hatte braune Augen. Ihre Haare waren dunkelbraun. Sie hatte eine kurze, wellige Frisur. Beim Auffinden war Hariklia S. mit einer Jeans und einem Pullunder bekleidet. Hariklia S. war auf einen Rollstuhl angewiesen und könnte dadurch mit ihrer Tochter aufgefallen sein.

Die zehnjährige Sofia war 1,33 Meter groß, schlank und hatte blaugrüne Augen. Sie trug lange dunkelblonde Haare. Als sie aufgefunden wurde war sie mit einer blauen Hose und einem mutmaßlich rötlichen Oberteil bekleidet.

Hinweise nimmt die Polizei Bremerhaven unter der Telefonnummer 0471 / 953 - 44 44 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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