HBW-Rückraumspieler Csaba Leimeter setzt sich durch und erzielt einen seiner drei Treffer. Foto: Eibner-Pressefoto/Kruczynski

Im hitzigen Topspiel der 2. Handball-Bundesliga setzt sich der HBW Balingen-Weilstetten mit 32:30 beim VfL Eintracht Hagen durch.

Der HBW Balingen-Weilstetten legte vor rund 1500 Zuschauern in der Ischelandhalle gut los. Nachdem der ständige Unruheherd Pouya Norouzinezhad Hagen in Front gebracht hatte, schossen Mex Raguse, Stefan Bauer und Csaba Leimeter mit 3:1 in Front (6. Minute). Dabei war Sascha Pfattheicher bereits mit einem Siebenmeter am starken VfL-Keeper Pascal Bochmann gescheitert. Die „Gallier“ leisteten sich nun im Angriff eine ganze Reihe technischer Fehler, zudem kassierte Till Wente seine ersten Zeitstrafe und Eintracht Hagen glich nicht nur aus, sondern legte durch einen vom Isländer Hakon Styrmisson verwandelten Siebenmeter zum ersten Mal vor: 4:3 (10.). Die Gäste wendeten das Blatt zwar umgehend wieder, doch es blieb eng.

 

„Gallier“ verschaffen sich Luft

Erst nach Styrmissons 8:8 (21.) verschaffte sich das Team von Trainer Matti Flohr etwas Luft. Der HBW verteidigte gut und bekam nun auch die stets auf Hüfthöhe anfliegenden Norouzinezhad und Linus Kutz in den Griff. Georg Pöhle, Elias Fügel, der den glücklosen Pfattheicher inzwischen auf Rechtsaußen abgelöst hatte, und der wie immer überaus umtriebige Yonatan Dayan bescherten den Gästen bis zur 26. Minute einen 11:8-Vorsprung, den Leimeter und Tim Ruggiero-Matthes auf 13:9 anwachsen ließen (27.).

Und die Schwaben hätten weiter nachlegen können, allerdings vergab Ruggiero-Matthes zwei gute Gelegenheiten und auf der anderen Seite netzten Philip Jungemann und Alexander Knak für die Hausherren ein, ehe Pfattheicher von der Siebenmetermarke zur 14:11-Pausenführung für den HBW traf.

Hagen wendet das Blatt

Nach der Pause war der Vorsprung jedoch schnell dahin. Ruggiero-Matthes traf VfL-Keeper Bochmann am Kopf, kassierte zwei Minuten und machte Bochmann damit so richtig scharf. Angetrieben von Norouzinezhad einen 6:2-Lauf hin, den der Iraner selbst mit dem 17:16 für Hagen abschloss. Fortan lieferten sich die beiden Mannschaften einen schnellen, intensiven und packenden Tanz auf der Rasierklinge, in dem der HBW, bei dem Keeper Nenedek Nagy nun auch Akzente setzte, die Nase meist einen Tick weit vorne hatte, doch stets Gefahr lief, ins Hintertreffen zu geraten. Auch nachdem Raguse zum 27:24 für die Gäste getroffen hatte, kam keine Ruhe rein. Im Gegenteil.

„Tiefflug“ sorgt für Aufregung

Hagen verkürzte und nach Elias Hubers 29:27 rauschte Kutz auf Kniehöhe in die Balinger Deckung. Die Referees entschieden völlig zurecht auf Stürmerfoul – und die Ischelandhalle tobte. Der HBW behielt jedoch kühlen Kopf, ließ sich auch vom Pfeifkonzert der VfL-Fans nicht beirren uns setzte sich schließlich mit 32:30 durch.

Statistik

VfL Eintracht Hagen: Bochmann, Paske; Düren (1), Norouzinezhad (5), Voss-Fels (5), Israel (1), Pfalzer, Jungemann (4), Styrmisson (9/6), Kutz (1), Bökenkamp, Schneider, Richter, Knak (2), van Boenigk (2).

HBW Balingen-Weilstetten: Rebmann, Nagy; Ruggiero-Matthes (2), Raguse (6), Huber (3), Wente, Fügel (2), Locher, Heinzelmann (3), Pfattheicher (5/5), Dayan (4), Leimeter (3), Pöhle (3), Bauer (1).