Der HBW Balingen-Weilstetten holt beim TuS N-Lübbecke mit einem 27:25-Erfolg zwei ganz wichtige Punkte im Aufstiegskampf.
Nach dem 36:25-Kantersieg in der heimischen Mey-Generalbau-Arena am vergangenen Freitag stand für die Handballer des HBW Balingen-Weilstetten am Mittwochabend das Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke auf dem Programm. Die Anfahrt in die knapp 600 Kilometer entfernte Merkur Arena bereitete den Gästen dann doch größere Probleme, als gedacht. Die Hausherren gaben von Beginn den Ton an und stellten schnell auf 3:0. Erst in der achten Spielminute brachte Sascha Pfattheicher die „Gallier“ auf die Anzeigetafel (3:1).
Gäste starten zäh
Wie schnell es im Handball allerdings gehen kann, demonstrierte der Tabellenzweite in den Folgeminuten. Mit einem 3:1-Lauf glich der HBW in der zwölften Minute zum 4:4 aus. Das Spiel blieb hart umkämpft und beide Abwehrreihen liefen zur Hochform auf, sodass es nach knapp 18 gespielten Minuten gerade einmal 6:6-Remis stand. Heim-Coach Davor Dominikovic hatte genug gesehen und betätigte den Auszeit-Buzzer. Seine Ansprache verpuffte allerdings und nur kurze Zeit später führten die Gäste mit 10:7 (25.). Die Freude über die Drei-Tore-Führung verflog allerdings umgehend, denn innerhalb von nur 40 Sekunden verkürzten die Hausherren mit einem Doppelpack auf 9:10. HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr reagierte mit einer Auszeit und nahm so den Gastgebern das Momentum, denn bis zur Pausensirene sorgte ein 4:1-Lauf seiner Schützlinge für eine 14:10-Halbzeitführung.
HBW legt auf 17:11 vor
Zu Beginn des zweiten Abschnitts waren die Gäste dann deutlich wacher, als noch zu Spielbeginn. Tim Grüner stellte nach exakt 35 gespielten Minuten auf 17:11. Da fiel es vorerst auch nicht ins Gewicht, dass Elias Fügel das Kunststück fertigbrachte, das Spielgerät bei einem Tempogegenstoß nicht im leeren Tor unterzubringen. Dennoch schaffte es der Tabellenzweite nicht, den Vorsprung weiter auszubauen. Im Gegenteil, die Hausherren kämpfte sich langsam wieder heran. Patrik Blazicko verkürzte für den TuS N-Lübbecke nach etwas mehr als 40 gespielten Minute auf 15:18. Enger wurde die Partie aber nicht mehr, besonders weil Elias Huber geschickt Regie führte und immer wieder gute Entscheidungen traf und entweder selbst vollstreckte oder seine Kollegen geschickt in Szene setzte. So durften die „Gallier“ am Ende zwei ganz wichtige Punkte im Aufstiegskampf mit dem 27:25-Auswärtssieg bejubeln.
„Der Schlüssel zum Erfolg war heute ganz klar unsere Abwehr. Wir haben hier nur 25 Gegentore kassiert, was einfach sehr gut ist. Zudem konnten wir im zweiten Abschnitt unsere Chancen einfach besser verwerten. Gegen Ende wird es ergebnistechnisch nochmal etwas enger, was daran lag, dass wir zu viele Fehler machen“, so HBW-Spielmacher Elias Huber nach der Partie.
Am Samstag kommt Coburg
Für den HBW Balingen-Weilstetten geht es weiter Schlag auf Schlag. Bereits am kommenden Samstag steht das nächste Punktspiel in der 2. Bundesliga an. Dann gibt der HSC Coburg seine Visitenkarte in Balingen ab. Anwurf in der Mey-Generalbau-Arena ist dann um 19.30 Uhr.
HBW Balingen-Weilstetten: Rebmann (8 Paraden), Bierfreund (3 P.) – Ruggiero-Matthes (2), Huber (6), Grupe, Strobel, Fuß (2), Grüner (2), Wente, Fügel (5), Heinzelmann, Pfattheicher (7/3), Dayan (2), Leimeter, Pöhle, Bauer (1).
Zeitstrafen: 5 – 5.
SR: Christian und Fabian vom Dorff.
Zuschauer: 1120 (Merkur-Arena).