Kunstschule und Galerie in einem – mit Prisma erfüllt Nina Wesely sich in Königsfeld einen Traum. Sie verrät, wie es dazu kam und wieso sie das Konzept für zukunftsweisend hält.
Ein lebendiger Raum für Kunst, Begegnung und Austausch – das möchten Nina und Johann Wesely sowie Thomas Dienstberger in Königsfeld schaffen. Und zwar nicht an irgendeinem Ort, sondern dort, wo Kunst bereits seit vielen Jahren eine große Rolle spielt: in der Gartenstraße, wo jüngst die Galerie K3, zuvor der Kunstraum des Vereins Kunstkultur untergebracht war.
Nach der Schließung der Galerie K3 sollen also einmal mehr Kreativität und künstlerisches Schaffen das Bild in den Räumen bestimmen. Doch statt einer reinen Galerie verfolgen die neuen Mieter ein anderes Konzept: Sie setzen auf die Kombination aus Ausstellungsbetrieb und künstlerischen Workshops – zusammengeführt in der Galerie und Kunstschule Prisma.
Die Kombination sei sinnvoll, ist sich Nina Wesely sicher. „Ich glaube die Zeit, dass Leute an einen Ort kommen, nur um etwas zu kaufen, ist einfach vorbei.“ Viel wichtiger sei es heute, Orte zu schaffen, die belebt sind, an denen Menschen zusammenkommen und sich begegnen.
Gleichzeitig seien die Räume für den Galeriebetrieb bestens geeignet – und die ausgestellten Werke könnten eine Bereicherung für die Kurse der Kunstschule sein. „Das hat Zukunft“, ist Nina Wesely sich sicher. Das Zielbild für die Kunstschule und Galerie Prisma in Königsfeld steht also schon mal.
Idee länger im Hinterkopf
Für Nina Wesely geht mit der Eröffnung ein Traum in Erfüllung, wie sie sagt. Die Mutter von zwei Töchtern und Grundschullehrerin hat Kunst studiert. Auch private Kurse habe sie schon immer mal wieder gegeben. Und die Idee, eine Kunstschule für Kinder zu eröffnen, habe sie auch immer irgendwie im Hinterkopf gehabt. „Aber wir hätten das wohl nie aktiv verfolgt“, sagt sie über sich und ihren Mann Johann Wesely.
Wäre da nicht eine folgenreiche Begegnung gewesen: Bei der letzten Ausstellung in der Galerie K3 zu Beginn des Jahres habe sie erfahren, dass Galerist Alexander Höllwarth einen Schlussstrich zieht. Für Nina Wesely war klar: „Da muss es irgendwie weitergehen.“
Es klappt direkt bestens
So gaben die verfügbaren Räume in der Gartenstraße schließlich den Ausschlag: „Das ist jetzt die Chance, die muss ich nutzen“, schildert Nina Wesely ihren Gedankengang. Und die bisherigen Erfahrungen seien mehr als positiv: „Es war von Anfang an so, dass alles super gut geklappt hat“, berichtet sie. Ein Rädchen griff ins andere, positive Rückmeldungen bekräftigten Nina Wesely noch weiter, wie sie erzählt. „Es fühlt sich so stimmig und richtig an, dass immer klar war: Ich muss weitermachen.“
Interessierte gesucht
Vorerst, schildert Nina Wesely, werde sie die Galerie und Kunstschule als Nebentätigkeit betreiben. Denn sowohl sie als auch ihr Mann sind und bleiben berufstätig. Auch deshalb freut sie sich auf viele Menschen, die sich einbringen möchten – sei es in Form von Kursen und Workshops oder als Künstler, um ihre Werke auszustellen.
Zunächst einmal werde im April nur das Erdgeschoss des Gebäudes genutzt. Geplant sind dort Kurse für Kinder- und Jugendliche von Grundschul- bis Kursstufen-Alter, sagt Nina Wesely. Perspektivisch sind dann auch im Untergeschoss, das über eine Wendeltreppe erreichbar ist, Kurse für Kindergartenkinder geplant. Und auch Workshops für Erwachsene stünden nicht außer Frage.
Bei der Eröffnung möchte Nina Wesely den Besuchern die Möglichkeit geben, ihre Wünsche festzuhalten, um sich dann an diesen orientieren zu können. Sie freut sich schon darauf, wie es weitergeht: „Wir haben jetzt diesen wunderbaren Raum und können zusammen etwas daraus machen.“
Rund um die Kunstschule und Galerie
Eröffnung
Offiziell öffnet die Galerie und Kunstschule Prisma, Gartenstraße 1, am Freitag, 10. April, 15 Uhr, erstmals ihre Türen. Nina Wesely verspricht eine Veranstaltung für die ganze Familie mit Kunst von Eva Bur am Orde und Johann Wesely, Kunstworkshops für Kinder sowie Musik von DJ Weapson.
April-Programm
Im laufenden Monat sind zunächst Workshops für Kinder und Jugendliche geplant. Dabei geht es um Themen wie Druckgrafik, skulpturales Bauen, Tape Art sowie Farben-, Ton- und Zeichenwerkstatt. Die Kurse umfassen jeweils drei Termine. Anmeldung und Infos unter www.prismakunst.com.