Was verbindet „Industrielandschaften“ und Schmuck? Das zeigt die neue Ausstellung „Schnittmengen“ in der Königsfelder Galerie K3. Zu sehen sind Werke von Ursel und Albrecht A. Bopp.
Geometrische Formen in Grau-, Rot- und Blautönen fügen sich zu Dächern, Fenstern, Wänden zusammen – durchdacht, streng geplant und nach einem genauen System bilden die Gebäude „Industrielandschaften“. So nennt Albert A. Bopp das, was auf seinen Gemälden abgebildet ist. Schon jetzt, kurz vor der Vernissage, schmückt eine Vielzahl seiner Werke die Wände der Galerie K3 in Königsfeld.
Nur wenige Meter weiter liegen die filigranen Schmuckstücke von Ursel Bopp. Silberdraht, Perlen und Glassteine verschmelzen zu Ketten, Armreifen und Anhängern zusammen. Die Werke der „Schmuckdesignerin“, wie sie sich selbst nannte, sind außergewöhnliche Schmuckstücke, die ihr zu überregionaler Bekanntheit verhalfen. Stunden brauchte die Künstlerin, um aus metallischem Material Durchsichtiges und aus Hartem Weiches zu machen.
Kontrastprogramm in der Galerie – könnte man meinen. Und doch ist die Ausstellung, die am kommenden Freitag, 26. September, eröffnet wird, mit „Schnittmengen“ überschrieben. Das liegt nicht nur daran, dass hier neben Albert A. Bopps Werken auch jene seiner 2020 verstorbenen Frau ausgestellt werden.
Nein, es gibt noch mehr, was die Werke verbindet, sagt Axel E. Heil, der die beiden Künstler nicht nur schon seit Jahrzehnten kennt, sondern die Ausstellung auch als Kurator zusammengestellt hat. Beide Künstler arbeiteten akkurat, systematisch, mit viel Sinn fürs Detail, betont Heil. „Beide stellen sich nicht in den Vordergrund, lassen allein ihre unnachahmliche Kunst für sich sprechen“, heißt es zudem in einer Ankündigung der Galerie.
Unverwechselbare Handschrift
Dass die Kunst, die bald in Königsfeld zu sehen ist, einzigartig ist, erkennt man auf den ersten Blick. Die filigranen Schmuckstücke von Ursel Bopp tragen genauso eine unverwechselbare künstlerische Handschrift wie Albert A. Bopps Gemälde.
Titel wie „Neckartal“, „Schwäbische Alb“ und „Nagoldtal“ verraten, wo die Inspiration für seine Werke herkommt. Doch wer an diesen Orten unterwegs ist, wird nie genau das sehen, was Albert A. Bopp auf Leinwand gebannt hat. Seine Gemälde seien keine bloße Wiedergabe dessen, was er in seinem Umfeld sehe, erklärt der Künstler. Vielmehr stelle er sich die Motive gewissermaßen aus dem Beobachteten zusammen – vergleichbar mit einem Stillleben.
„Auch das Hässliche ist manchmal schön“
Albert A. Bopp hat mit seinen „Industrielandschaften“ eine ganz eigene stilistische Heimat gefunden. Stahlwerke, Fabrikgebäude, und, und, und – wo andere ihren Blick abwenden, schaut er ganz besonders genau hin. „Auch das Hässliche ist manchmal schön“, sagt Albert A. Bopp.
Seit mehr als 60 Jahren ist der gebürtige Schramberger, der mittlerweile in Horb lebt, künstlerisch tätig. Über Jahrzehnte hat er es geschafft, sich weiterzuentwickeln – und dennoch seinem Stil stets treu zu bleiben. Das belegen auch die Gemälde, die in der Galerie K3 aufgehängt sind. Sie stammen aus der Zeit zwischen 2010 und heute – die eindeutige künstlerische Handschrift Albert A. Bopps ist in allen unverkennbar.
Rund um die Ausstellung
Vernissage
Eröffnet wird die Ausstellung „Schnittmengen“ mit Werken von Albrecht A. und Ursel Bopp am kommenden Freitag, 26. September, durch Bürgermeister Fritz Link. Auch Künstler Albrecht A. Bopp wird in der Galerie vor Ort sein.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist von Samstag, 27. September, bis Sonntag, 2. November, während der Öffnungszeiten zu sehen. Geöffnet ist die Galerie mittwochs bis freitags von 13 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Finissage
Zum Abschluss der Ausstellung findet am Sonntag, 2. November, ab 14 Uhr die Finissage statt.
Ausblick
Weiter geht es mit der Weihnachtsausstellung der Galerie K3. Diese ist im Zeitraum von 21. November bis 28. Dezember zu sehen.