Zur Ausstellung mit dem Titel „Die Farben des Sommers“ lädt die Galerie K³ ab diesem Samstag ein.
Gezeigt werden Werke unterschiedlichster Art von einheimischen und auswärtigen Künstlern.
Galerist Alexander Höllwarth ist beim Besuch unserer Redaktion zusammen mit Markus Heil noch mitten in den Vorbereitungen für die Eröffnung. Die letzten Kunstwerke sind angeliefert, manches steht oder hängt schon, dennoch gibt es noch viel zu tun. Mehrere der Künstler sind dafür persönlich vor Ort.
Höllwarth spricht von einer sehr vielfältigen Ausstellung, erstmals auch mit zwei reinen Fotokünstlern. Einer davon ist Steffen Freiling, der mit abstrakten Fotos gewohnte Sichtweisen auflösen will.
Manipulation von Raum und Zeit
Er spricht von einer „Manipulation von Raum und Zeit“ indem er sich drehende Objekte vor einem Hohlspiegel alle 30 Millisekunden aufnimmt, von jedem Foto aber nur eine Bildzeile für das spätere Werk zusammenfügt. „Wie in einer Collage“ entstehen so Werke, die sich von unten nach oben aufbauen, aus tausenden von Fotos bestehen und sich so nicht nur über Höhe und Breite sondern auch Zeit definieren.
Langzeitbelichtungen von Gebäuden und anderen Szenerien widmet sich Achim Korherr, der sich laut Höllwarth akribisch auf Aufnahmen vorbereite, Urlaube um Fotoshootings herum aufbaue.
Tiefenräume durch Pinselstriche schafft Christine Dreher. In einem sehr intuitiven Prozess können bis zu 100 Farbschichten auf einem Gemälde übereinanderliegen.
Erosion oder Plattentektonik
Als Inspiration dienen geomorphologische Prozesse wie zum Beispiel Erosion oder Plattentektonik. Besonders prägnant sind die in Island zu beobachten, wo Drehers neueste Werke entstanden, die sie in der Ausstellung zeigt.
Debora Weisser hatte zuletzt im März Werke in der Galerie präsentiert, damals vorwiegend solche, die Dank Neonfarben vor allem unter Schwarzlicht zur Geltung kamen. Dieses Mal wählte sie sanftere, zum Sommerthema passende Farben und Töne. Allerdings werden unter dem Titel „Kunst trifft Kulinarik“ an einem Abend in Zusammenarbeit mit dem Café Sahnehäubchen auch Beispiele früherer Arbeiten präsentiert.
Schon einmal zu Gast war auch Nicole Reuther mit Tuschemalerei. Ihr „körperbetontes Malen“ zeigt sich in Form von Drucken, bei denen sie mit größer und kleiner werdenden Wiederholungen experimentierte oder „opulente Blütenarbeiten“ schuf.
Farbenfroh, mal skulptural, mal abstrakt, sind Werke von Danielle Zimmermann, die „alle Register der Pop-Art-Kunst zieht“. Ein bisschen als Raumteiler dienen sollen laut Höllwarth die „poetischen“ Stoffarbeiten von Velia Dietz.
Teil der Feierlichkeiten zum Jubiläum der Gemeinde
Da die Ausstellung Teil der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Gesamtgemeinde Königsfeld ist, sind auch Werke der einheimischen Künstler Almut Breyer, Christine De Angelis Rita Gabler, Gotthart Glitsch, Gabi Kammerer, Zeljko Rusic, Andreas Wiertz und Jochen Winckler zu sehen.
Eröffnung am Samstag
Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 12. Juli, um 15 Uhr. Danach kann die Ausstellung zu den Öffnungszeiten besucht werden, mittwochs bis freitags von 13 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr. Geplant sind auch ein Tusche-Workshop, Künstlergespräche und Vorträge rund um die Kunst, Inspiration und Sommerfarben. Finissage ist am Sonntag, 10. August , von 14 bis 17 Uhr. Infos gibt es im Internet unter galerie-k3.de.