Mit dem nächsten Winterfahrplan wird auch der IC wieder in Sulz halten. (Symbolbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Ab Mitte Dezember wird es am Bahnhof in Sulz wieder rege zugehen – dann halten pro Stunde zwei IC-Züge. Grund dafür ist eine Fahrplan-Umstellung der Deutschen Bahn.

Von Sulz aus kann es auf Schienen bald wieder schneller hinaus in die Welt gehen – jedenfalls ab dem 13. Dezember. Denn dann kommt es zu einer Fahrplan-Umstellung der Deutschen Bahn, die gravierende Veränderungen für die Salzsiederstadt mit sich bringen wird.

 

„Ab dann werden alle IC-Züge in Sulz am Bahnhof halten“, teilt Bürgermeister Jens Keucher die frohe Kunde im Gemeinderat mit. Dazu habe sich eigens die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in einer Sonderfahrplan-Konferenz zu Wort gemeldet.

Zürich und Singen

Und wann können die Sulzer darauf warten, mit dem schnellen Zug hinaus in die Welt – beziehungsweise Richtung Zürich oder Stuttgart gebracht zu werden? Der Zug nach Zürich wird immer um „15 nach“ Halt in Sulz machen, wer nach Stuttgart möchte, sollte zu Minute 45 einsteigen.

„Das ist ein sehr guter Takt für den ÖPNV“, findet Keucher und ist überzeugt, dass die Schnittstelle zwischen Zug und Bus reibungslos vonstatten gehen werde. Darüber hinaus werde zu jeder zweiten Stunde der Zug Richtung Zürich tatsächlich in die Schweiz fahren. Der zur folgenden Stunde abfahrende Zug habe hingegen Singen als Endstation.

RE-Aus für Sulz

Somit wird es ab Dezember also stündlich einen IC in den Süden sowie einen in den Norden geben. „Wie es ist, wenn der Tunnel in Betrieb gehen wird, werden wir erst noch sehen müssen“, weist er auf aktuelle Unabwägbarkeiten hin.

Aber einige Änderungen, die durch den IC-Halt in Sulz ab Dezember kommen werden, sind schon gewiss. „Der Regional-Express wird nicht mehr in Sulz halten, sondern nur der IC“, erläutert er.

Planungen für den Tunnel

Was die Menschen in Sulz erfreuen wird, könnte sich für die Anwohner in Herrenberg zum Leidwesen entwickeln. Denn der dortige Bahnhof wird vom den IC nicht mehr bedient. „Wenn man nach Herrenberg möchte, müsste man rechtzeitig umsteigen“, gibt Keucher zu bedenken.

Im Rahmen der Planung für den Tunnel bei Sulz hatte die DB zwischen Neckarhausen und Sulz entlang der möglichen Tunneltrasse notwendige Bodenerkundungen durchgeführt – im November etwa bei Aistaig. Grund war, den Aufbau des Untergrunds zu analysieren“, teilte die DB InfraGO AG damals mit.

Der Tunnelbau im Südabschnitt der Gäubahn soll die Züge bereit für den Deutschlandtakt machen, so dass Reisende auf der gesamten Strecke von kürzeren Fahrtzeiten und optimalen Anschlüssen profitieren.