Pflanzt man Feldsalat im November ein, ist er möglicherweise noch vor Weihnachten erntereif. Foto: Landrausch/ Shutterstock

Die Saison für den Gemüseanbau neigt sich dem Ende zu – mit nur ein paar kleinen Ausnahmen. Jörg Brobeil, Leiter der Gärtnerei Brobeil in Geislingen, gibt Tipps, wie der Balkon-Blumenkübel oder das Hochbeet auch in der kalten Jahreszeit nicht leer bleiben.

Die meisten Wintergemüsesorten sind im November erntereif und sollten noch vor dem ersten Frost vom Beet geholt werden. Trotzdem muss das Hochbeet auf der Terrasse oder dem Balkon über den Winter nicht nur als Dekoration dienen.

 

Wie Jörg Brobeil von der Gärtnerei Brobeil in Geislingen verrät, könne man beispielsweise noch Acker- beziehungsweise Feldsalat, Knoblauch oder Wintersteckzwiebeln anpflanzen. „Für alles andere ist es jetzt schon etwas spät“, weiß der Chef. „Man könnte aber auch Spinat für das kommende Frühjahr säen.“

Spinat gehört zu den frostharten Sorten, kann daher bereits in der kalten Jahreszeit gesät und im nächsten Jahr frühzeitig geerntet werden. Zu den frostharten Sorten gehören unter anderem auch Radicchio, Karotten oder Pastinaken.

Beim Kauf von Knoblauch und Co. sollte darauf geachtet werden, dass die Knollen aus derselben Klimazone stammen. Diese sind besser an die regionalen Bedingungen angepasst.

Wie wird gepflanzt und wann geerntet?

Das Einpflanzen von Knoblauch und Steckzwiebeln erweist sich als recht einfach. Letztere kann man, wie der Name bereits sagt, einfach mit genügend Abstand zu den anderen Zwiebeln ins Beet stecken; beim Knoblauch werden zuerst die Zehen abgenommen und diese anschließend ebenfalls einzeln und mit ausreichend Abstand zueinander in die Erde gesteckt. Die Spitze sollte dabei nach oben zeigen.

Dadurch, dass die beiden Pflanzen in der kalten Jahreszeit bereits anwachsen können, sind sie laut Jörg Brobeil im Mai oder Juni erntereif. “Richtig wachsen tut der Knoblauch eben erst, wenn es wärmer ist.“

Für Feldsalat gelten andere Regeln. „Pflanzt man den jetzt an, ist er möglicherweise noch vor Weihnachten fertig“, meint Brobeil. „Sät man ihn aus, dauert es etwas länger; dann kann man ihn in Richtung Februar oder März ernten.“ Ähnlich verhält es sich mit dem Spinat. Wird er Anfang November noch eingesät oder die Jungpflanzen eingesetzt, könne man sich bereits ab März/April auf das frische Gemüse freuen.

Pflegetipp für die kalten Tage

„Wenn es richtig kalt wird, sollte man das Beet mit Vlies abdecken“, meint Brobeil. Das gilt vor allem für den Spinat. „Manche haben auch ein Hochbeet, das man zuklappen kann. Das geht natürlich auch. Und dem Knoblauch ist es eh ganz egal.“