An dieser Stelle wünschen sich die Hossinger eine Fußgängerquerung: Die Ortschaftsräte sinnierten beim Ortsbegang mit Bürgermeister Frank Schroft und Vertretern der Stadtverwaltung über Lösungen. Diese tun sich nun womöglich auf, weil das Gebäude Nummer vier abgerissen wird. Foto: Stadt Meßstetten/Volker Bitzer

Der Hossinger Ortschaftsrat will eine sichere Querung für Fußgänger bei den Busbuchten.

Einen Wunsch, den die Hossinger schon oft geäußert haben, brachte Ortsvorsteher Thomas Wizemann beim jüngsten Ortsbegang zur Sprache: eine Fußgängerquerung über die German-Götz-Straße zwischen den beiden gegenüberliegenden Bushaltestellen vor dem Hossinger Rathaus. Bürgermeister Frank Schroft äußerte erneut sein Wohlwollen für eine solche Maßnahme, deren verkehrsrechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften sich allerdings schwierig gestalten. Zudem müssten die zuständige Verkehrsbehörde, das Straßenbauamt sowie die Polizei miteingebunden werden, weil es sich um eine Kreisstraße handele.

 

Die Verkehrszählungen bringen zu niedrige Zahlen

Verkehrszählungen in der Vergangenheit unterstützen laut Statuten eine Fußgängerquerung nicht. Zu wenig Menschen würden diese nutzen, lautet das Argument. Dem widersprachen die Ortschaftsräte vor Ort: Sicherlich rechtfertigten die Nutzerzahlen über einen Tag verteilt wohl keinen Zebrastreifen oder eine Ampellösung, aber gerade zur Mittagszeit, wenn viele Kinder dort aus dem Bus ausstiegen und auf die gegenüberliegenden Straßenseiten möchten, sei es extrem risikoreich. Deshalb wünschen sich die Hossinger Ortschaftsräte eine sichere Lösung.

Kurze Sicht für die Autofahrer

Ein weiteres Problem, das aufgrund vorgeschriebener Verkehrsradien bislang eine Fußgängerquerung verhinderte, ist die scharfe Kurve, die rund 30 Meter nach den Busbuchten in Richtung Tieringen liegt. Es sei kaum möglich, dass ein um die Ecke kommender Autofahrer auf einen Zebrastreifen oder eine Ampel so schnell reagieren könnte, argumentieren die Verkehrsplaner.

Die Stadt will weiterhin bei den übergeordneten Behörden alles versuchen. Zudem keimt neue Hoffnung dadurch auf, dass die Stadt mittlerweile im Besitz des Gebäudes mit der Nummer vier ist. Das ist das direkte Nachbargrundstück zum Rathaus. Das Gebäude wird abgerissen. Der Antrag auf Fördermittel liegt genehmigt auf dem Tisch. Das Haus wird in der Winterzeit platt gleichgemacht. Durch die Lücke und die veränderte örtliche Situation ergeben sich eventuell neue verkehrsplanerische Möglichkeiten.

Die Stadt Meßstetten will nicht aufgeben

Jedenfalls strebt die Stadtverwaltung eine neuerliche Prüfung mit der Verkehrsbehörde bei einer Verkehrsschau an. Ebenso wird der Ortschaftsrat Hossingen das Thema auf seine nächste Tagesordnung nehmen.