Michael Eich (links) von der Mitgliederinitiative und FC 08-Pressesprecher Alexander Rieckhoff (rechts) übergaben Arnd Zeigler ein Exemplare der FC 08-Vereinschronik am Rande seines Auftritts in der Schwenninger Neckarhalle. Foto: Marc Eich

Arnd Zeigler begeisterte rund 500 Besucher in der Schwenninger Neckarhalle. Der Kult-Moderator präsentierte sein Programm „Alles Glück ist Können“.

Fußballromantik pur, Kuriositäten, Archivperlen und das alles gewürzt mit einer kräftigen Prise Wortwitz zeichnete das Programm „Alles Glück ist Können“ mit dem Kult-Fußballmoderator Arnd Zeigler aus, der rund 500 Zuschauer in der Schwenninger Neckarhalle auf Einladung der Romaeus-Akademie sowie des FC 08 Villingen begeisterte.

 

FC 08-Pressesprecher Alexander Rieckhoff begrüßte die Gäste mit der Aussage, dass Arnd Zeigler zwar nicht den Fußball, aber vielleicht doch ein bisschen den Blick darauf neu erfunden habe. Zuvor durfte sich das Publikum laut Pressemitteilung über ein Warm Up im Foyer bei Bratwurst und Kaltgetränken – bestens bewirtet vom FC 08 Villingen – auf die Veranstaltung freuen.

Ein Villinger Fußballfan hatte die überwiegend männlichen Gäste mit einer regionalen Trikotausstellung mit einigen Perlen wie einem Meistertrikot von Racing Straßburg von 1979/80 zusätzlich in Stimmung gebracht. Auch ältere FC 08-Trikots – beispielsweise noch mit dem Saba-Konterfei – durften natürlich nicht fehlen.

Schon nach wenigen Sekunden im Programm dürfte dem bekannten Fußballmoderator von „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ im WDR klar geworden sein, dass an diesem Abend Heimspielstadionatmosphäre herrschte. Schon schallten begeisterte Zwischenrufe wie „Fußballgott“ dem verdutzten Zeigler entgegen. Und allein die Intro, in der Zeigler erst ein „Willkommen Villingen“ einblendete, zeigte schon, dass das Eis, wenn es denn überhaupt so etwas im Ansatz gab, zwischen dem Publikum und dem Fußballguru schon geschmolzen war.

Geographisch etwas verwirrt in der Doppelstadt

Nur Villingen? Ein vergnügtes Raunen ging durch die Neckarhalle. Und schon switchte Zeigler die Textgrafik auf der Videowall um auf „Willkommen Schwenningen“ und räumte süffisant ein, dass er geographisch etwas verwirrt in der Doppelstadt sei. Zuvor hatte er vor der Kulisse des Villinger Münsters noch Fans über Social Media animiert zu kommen – ohne so recht zu wissen, in welchem Stadtteil er sich gerade befand.

Doch von wegen Verwirrung. Treffsicher setzte Zeigler nicht nur Pointen gegen Fußballgranden wie Lothar Matthäus oder Stefan Effenberger, sondern wusste mit enormer regionaler Fußball-Fachkenntnis zu überzeugen und beispielsweise den FC 08-Nationalspieler Hermann Gramlich in einer Grafik zu würdigen.

Fernseharchiv nach regionalen Fußball-Perlen durchforstet

Mehr noch: Zeigler hatte sein Fernseharchiv nach regionalen Fußball-Perlen durchforstet und eine gefunden, die es in sich hatte. Ein Südwestfunk-Porträt aus den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts über den legendären FC 08-Mäzen Paul Riegger. Ob mal einfach murrend auf der Tribüne, stolz Fahrrad fahrend mit zwei großen Hunden hoch über Villingen, unterwegs auf Spritztour in seinem schicken Mercedes Cabrio oder Zigarre rauchend bei einem Regionalligaspiel im damals „pickepackevollen“ Villinger Friedengrundstadion. Diese FC 08-Archivperle überraschte und amüsierte das Publikum gleichermaßen und erntete tosenden Applaus.

Applaus für „Kacktore“

Szenenapplaus verdiente sich Zeigler gleich mehrfach mit allerlei gezeigten „Kacktoren“ und süffisanten Einordnungen – übrigens in seiner Sendung eine beliebte Rubrik, für die er Spieler regelmäßig monats- und jahresweise mit einem entsprechend bedruckten Klodeckel prämiert. Eine Rubrik, die schon für sich genommen einen ganzen Abend hätte füllen können. Sage und schreibe über fast zweieinhalb Stunden inklusive einer kurzen Pause unterhielt Zeigler blendend sein Publikum.

Anschließend nahm er sich für jeden der vielen Fans, die am Stand in der langen Schlange warteten, geduldig und freundlich zugewandt Zeit für einen Plausch, ein Foto oder ein Autogramm. Und er bestätigte die Erkenntnis, dass er genauso authentisch und herzlich ist, wie er über den Fernsehbildschirm oder auf der Bühne rüberkommt. Eben ein Fußballpromi zum Anfassen, der vom FC 08 nicht nur eine Chronik, sondern auch ein schwarz-weiß gestreiftes Tradtionstrikot mit der Aufschrift „Zeigler“ und der Nummer 08 geschenkt bekam.

Team des FC 08 bewirtet Gäste in bester Stadionlaune

Schöner wie Lena Walter vom Hallenmanagement hätte man es kaum auf den Punkt bringen können: „Ich habe selten nach einer Veranstaltung hier so viele Männer mit Herzen in den Augen aus der Halle gehen sehen.“ Ein Dank galt dem Hauptsponsor Volksbank eG – die Gestalterbank sowie dem Co-Sponsor, der Kanzlei Lerner, Lachenmaier und Partner, ohne die diese Veranstaltung so kaum möglich gewesen wäre. Ebenfalls ein Dankeschön ging an Sport Bubi sowie Uhlsport für die Unterstützung der Trikotausstellung und last not least ein Riesenlob an das ehrenamtliche Team des FC 08, das die gut 500 Gäste in bester Stadionlaune bewirtete.