Axel Henninger, Willy Walter, Harald Schmid und Susanne Irion (von links) auf dem neuen Kunstrasen in Trossingen. Das bräunliche auf dem Rasen ist Korkgranulat, das noch eingestreut werden muss. Foto: Heinz Wittmann

Der alte Rasen war unbespielbar – jetzt sorgt moderner Kunstrasen mit Korkfüllung für Freude bei Spielern und Stadt. So lief das erste Spiel auf dem neuen Platz.

„Der Rasen war kaputt, barg für die Spieler Verletzungsrisiken“, erklärte Harald Schmidt, Vorsitzender der Spielvereinigung. Jetzt ist ein neuer Kunstrasen verlegt und spielbereit.

 

„Wir haben am Wochenende erstmals drauf gespielt, leider mit 1:2 gegen Hechingen verloren, das lag aber nicht am Platz“, so Schmid. „Der neue Platz ist wirklich sehr gut“, bestätigte Kamran Yahyaijan, spielender Co-Trainer der Trossinger, unserer Redaktion.

Die Kosten des neuen Spielfeldes belaufen sich auf rund 350 000 Euro. Die Stadt Trossingen bezahlt 190 000 Euro, 115 000 Euro kommen vom Württembergischen Landessportbund (WLSB) und 45 000 Euro von der Spvgg. Trossingen.

Axel Henninger, Leiter des Dezernats II, Vermögensverwaltung, hatte den neuen Kunstrasen mit 430 000 Euro angesetzt. Nun ist er 80 000 Euro billiger geworden. „Ich habe vorsichtig kalkuliert und die Spielvereinigung Trossingen hat als Verein sehr wertvolle Arbeit geleistet“, so Henninger.

Schmid als ehemaliger Geschäftsführer der Bau-Union und Willy Walter, als geschäftsführender Gesellschafter der Firma Walter Straßenbau, hatten sich unter anderem stark eingebracht. „Durch die großzügige Eigenleistung des Vereins wurde der Platz günstiger.

Das Projekt war ein gutes Beispiel für die gute Zusammenarbeit von einem Verein und der Stadt“, sagte Bürgermeisterin Susanne Irion. Bei dem neuen Kunstrasen handelt es sich um einen modernen Platz mit Kork. Neben 120 Tonnen Quarzsand sind vier Tonnen Kork aufgetragen.

Kork ist im Gegensatz zum früher bei Kunstrasen aufgetragenen Mikroplastik umweltschonend. Der Platz hat eine Größe von 90 mal 60 Meter, entspricht so den Mindestmaßen. Der Gehweg musste jedoch um 1,50 Meter nach hinten verlegt werden, damit genügend Platz zwischen Spielfeld und Umrandung ist. Das Gelände wurde zudem eingezäunt, um den neuen Platz vor Vandalismus zu schützen.

„Trotzdem wurde schon eines der Tore herausgerissen und beschädigt“, ärgert sich Schmid. Als Ausgleich, dass Kinder und Jugendliche jetzt nicht mehr zum bolzen auf den Platz dürfen, wird zwischen dem Stadion und dem Kunstrasen im kommenden Jahr ein circa 25 mal 40 großer Allwetter-Soccercourt mit Kunststoffoberfläche gebaut. Jener neue Bolzplatz soll bereits im kommenden Jahr fertig sein. Irion: „Wir sind eine Musikstadt, wollen aber den Sport mehr fördern. In unseren Sportvereinen wird wertvolle Jugendarbeit betrieben, was für unsere Gesellschaft sehr wichtig ist.“ So wird die Flutlichtanlage demnächst mit neuen LED-Lampen im Wert von 60 000 Euro ausgestattet. Auch in die Fritz-Kiehn-Halle werde kräftig investiert. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht laut der Bürgermeisterin dort die Sanierung der Duschen.