Die Dietingerin Steffi Schmid wechselt im Sommer vom VfL Herrenberg zu RB Leipzig II. Wir haben mit der 18-Jährigen, die auch über ein großes Tennis-Talent verfügt, über die neue Aufgabe und ihre Ziele gesprochen.
Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten – oder zwei Gewinnsätze. Im Falle der Dietingerin Steffi Schmid passt diese umgedichtete Fußballweisheit gewissermaßen ganz gut zu ihrer sportlichen Laufbahn.
Der Schritt zu RB Leipzig
Im Sommer wechselt sie von den Fußball-Frauen des VfL Herrenberg zur 2. Mannschaft von RB Leipzig. Bis vor drei Jahren präferierte Schmid aber eher noch die gelbe Filzkugel beim Tennis. „Das war mit den beiden Sportarten immer so ein hin und her. Ganz am Anfang habe ich mehr Fußball gespielt, dann kam Tennis in den Vordergrund“, berichtet die 18-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion.
Talent im Tennis
Schmid war schließlich so gut unterwegs, dass ein Umzug ins Internat nach Ludwigsburg unausweichlich für den nächsten Schritt gewesen wäre. „Ich wollte das damals aber nicht. Daraufhin bin ich dann beim Fußball zum VfL Sindelfingen gewechselt und habe in der B-Juniorinnen Bundesliga gespielt“, so Schmid.
Die Begeisterung für den Sport entdeckte sie sehr früh und hat auch einen familiären Hintergrund. Sie sagt: „Mein großer Bruder hat früh Fußball gespielt und mein Vater war sein Trainer. Ich habe dann auch angefangen, das gleiche war beim Tennis der Fall.“ Schmunzelnd erwähnt sie: „Ich habe ihm alles nachgemacht.“
Bereits im Einsatz
Ab dem kommenden Monat werden die familiären Beziehungen aber auf eine Probe gestellt – denn Ende Juli steht der Umzug nach Leipzig an. Für Schmid ein „großer Schritt“ aus vielerlei Gründen. Mit der U20 von RB Leipzig wird sie in der Regionalliga Nordost antreten. Schmid schwärmt: „Die Stadt ist sehr schön, es gibt ein eigenes Trainingsgelände für die Damen und ich bin von unserem Trainer überzeugt.“ Bei einem internationalen Turnier in Zürich durfte sie als Gastspielerin bereits für RB auflaufen.
Die Regionalliga, wenn auch eine andere Staffel, kennt sie aus ihrem ersten Jahr bei den Damen vom VfL Herrenberg. Etwas unglücklich musste die Mannschaft den Abstieg hinnehmen und spielte in dieser Saison daher in der Oberliga. Zum Saisonende stand der 3. Platz hinter dem VfB Stuttgart und dem SC Sand II zu Buche. „Wir haben in den direkten Duellen entscheidende Punkte verloren. Nach dem Abstieg wären wir schon gerne direkt wiederaufgestiegen“, blickt Schmid zurück.
Giulia Gwinn als Vorbild
Sie selbst war als Linksverteidigerin absolute Stammkraft in der Mannschaft. Passenderweise ist ihre Lieblingsspielerin mit Giulia Gwinn auch Außenverteidigerin. Ebenfalls vom VfL Herrenberg nach Leipzig wechselt Louisa Hanfstein. Schmid weiß: „Wir verstehen uns auch außerhalb des Platzes sehr gut. Am Anfang tut es sicher gut eine Bezugsperson zu haben.“
Parallel zum Fußball beginnt die Dietingerin, die aktuell noch in den Endzügen eins Freiwilligen Sozialen Jahres ist, in Leipzig dann ein Studium. Als Fach hat sie sich passenderweise Sportwissenschaften ausgesucht. „Ein zweites Standbein ist auf jeden Fall wichtig. Sportlich gesehen würde ich natürlich gerne Stammspielerin werden und irgendwann auch bei der 1. Mannschaft trainieren“, resümiert die 18-Jährige abschließend.