Ganz wie die Profis: die Teilnehmer und Trainer des Fußballcamps bei der Eröffnung im Stettener Stadion Foto: Rolf Reißmann

Das sechste Fußballcamp mit Michael Rummenigge passte bestens zum 125-jährigen Bestehen des TuS Stetten.

Das Camp begann am Donnerstag. Wieder kam Michael Rummenigge mit seiner Fußballschule in die Stadt. Diesmal hatten sich knapp 100 Kinder und Jugendliche angemeldet, ein knappes Viertel davon Mädchen.

 

Am Freitagnachmittag kamen die Teilnehmer zur feierlichen Eröffnung zusammen. Rummenigge und die Mitarbeiter seiner Fußballschule hatten ein Szenario des Erfolgs vorbereitet. Repliken der deutschen Meisterschale, des DFB-Pokals und sogar des FIFA-Weltmeisterpokals dekorierten den Feierraum an Rande des Spielfeldes. Damit zeigte Rummenigge gleich, welche Titel den größten Könnern winken.

Drei Tage lang Fußball pur

Für die drei Tage des Camps wurden die Spieler nach Altersgruppen aufgeteilt. Sieben Trainer, allesamt mit umfangreichen Fußball-Erfahrungen, übernahmen die Übungszeiten. Nach der kurzen Eröffnung begann auch sofort der Übungsbetrieb. Am Sonntag schloss ein kleines Turnier das Camp ab. Zur Organisation gehörte aber auch die Vorbereitung auf die Erschwernisse dieser Tage, denn die hohen Temperaturen konnten durchaus zu Überlastungen führen. So waren ausreichende Getränkevorräte beschafft worden, Sonnenschutzmittel standen ebenso bereit.

Rummenigge kennt aus seiner Zeit als aktiver Fußballer in der ersten Bundesliga die umfassenden Anforderungen auf und neben dem Rasen. Er spielte sieben Jahre beim FC Bayern und fünf Jahre beim BVB Dortmund. So sollten bei den Teilnehmern des Camps das Interesse für den Fußball angeregt und gestärkt, Talente entdeckt werden. Doch Rummenigge strebt auch stets einen sozialen Effekt seiner Fußballschule an. Den erreicht er durch ein Rahmenprogramm mit vielen Partnern. In diesem Jahr war es ihm gelungen, die Original-Trikots namhafter Spieler mitzubringen: eines von Harry Kane, eines von Nico Schlotterbeck, eines vom FC Union Berlin.

Hauptgewinne: drei Trikots

Der TuS Stetten wird im Rahmen seiner Jubiläumsfeier 1500 Lose zu je drei Euro verkaufen. Hauptgewinne sind diese drei Trikots. Den Erlös aus dieser Aktion erhält „Heldenhaft “, der Förderverein für intensiv pflegebedürftige Kinder und deren Familien mit Sitz in Bad Bellingen. Neben der direkten therapeutische Hilfe für die Kinder hängt daran auch eine psychische Unterstützung, denn gerade schwerkranke Kinder begeistern sich sehr oft für Fußball.

Übriges, bei Rummenigges erster Entscheidung, jährlich ein Fußballcamp in Lörrach durchzuführen, spielte auch die Bekanntschaft mit Trainer Ottmar Hitzfeld eine Rolle. Rummenigge spielte in jener Zeit beim BVB Dortmund, als die Mannschaft von Hitzfeld trainiert wurde. Daher wusste er, dass dies die Heimatstadt des späteren Trainers vom FC Bayern ist. Aber, dass Hitzfeld beim TuS Stetten überhaupt seinen Fußballweg begonnen hatte, das hat Rummenigge erst hier erfahren.

Am nächsten Wochenende steigt im Stadion an der Tullastraße das Jubiläumsfest des TuS Stetten.