Kann der VfB Stuttgart am Samstag den DFB-Pokal gegen Bayern München verteidigen? Foto: Tom Weller/dpa

Erneut steht der VfB Stuttgart im DFB-Pokal-Finale – und das wirft erneut die Frage auf, was mit den (zu bezahlenden) Karten passiert, die der Verband ehrenamtlichen Mitarbeitern auch im Bezirk Nordschwarzwald zur Verfügung stellt.

Wenn der VfB Stuttgart im DFB-Pokal-Finale steht, dann steigt auch im Nordschwarzwald das Interesse an Tickets für das Berliner Olympiastadion. Eine Zusatzchance hat, wer ehrenamtlich für den WFV tätig ist, denn die Mitarbeiter der zwölf württembergischen Fußballbezirke und des Verbands können sich für – ganz regulär zu bezahlende – Karten aus dem Verbandskontingent für das DFB-Pokal-Finale bewerben. Und so hoffte auch im Nordschwarzwald im vergangenen Jahr manch einer, der auf dem regulären Weg leer ausging, über den Bezirk beziehungsweise den Verband an (Bezahl-)Tickets für das Endspiel zwischen dem VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld heranzukommen. Angeboten hatte der Verband Bezirksmitarbeitern Karten, doch fragten sich einige, was mit diesen Tickets passiert ist. 

 

Und wie sieht es in diesem Jahr aus, in dem der VfB Stuttgart dieses Mal als Außenseiter auf den deutschen Meister Bayern München trifft? Zum grundsätzlichen Verfahren sagt Arne Bauer von der Kommunikationsabteilung des WFV auf Nachfrage unserer Redaktion, dass der Verband im Vorfeld Interessensbekundungen für das württembergische Kartenkontingent gesammelt habe. „Sollte die Nachfrage das zur Verfügung stehende Kontingent überschreiten, werden die Tickets nach einem möglichst fairen Verfahren verteilt. Ziel ist es, verschiedenen Ebenen und Gruppen im Verband Rechnung zu tragen“, so Arne Bauer.

Person will anonym bleiben

Wer letztendlich Karten im Bezirk Nordschwarzwald bekommen hat, ist auch in diesem Jahr nicht endgültig klar. Bezirkspressesprecher Ulrich Bernhard kann dazu gegenüber unserer Redaktion nur so viel sagen: „Ich persönlich weiß von einer Person im Bezirk, die per Los ermittelt wurde. Der oder die Glückliche möchte allerdings nicht in der Zeitung lesen, dass er oder sie am Samstag in Berlin ist.“

Zumindest Arne Bauer kann dann aber doch ein bisschen Licht ins Dunkel bringen, was es mit den Final-Tickets von 2025 auf sich hat. Die seien nämlich dem Bezirksvorsitzenden Wolfgang Ottmar „explizit zur persönlichen Verwendung angeboten“ worden. Der bekennende Fan von Borussia Mönchengladbach hatte aber wohl kein Interesse an dem Finale zwischen dem VfB und der Arminia – und gab sie an den WFV zurück. Eine Praxis, die laut Arne Bauer aber auch in anderen Bezirken vorgekommen sei: „Einzelne Bezirksvorsitzende haben sich bewusst dagegen entschieden, dieses Angebot anzunehmen, um mögliche innerbezirkliche Konflikte zu vermeiden.“

In einer früheren Version dieses Artikels wurde nicht explizit darauf hingewiesen, dass es sich bei den besagten Tickets nicht um Freikarten, sondern um regulär zu erwerbende Eintrittskarten handelt. Außerdem wurde der Ausdruck „Bezirkskontingent“ verwendet. Die Bezirke haben allerdings keine eigenen Kontingente, das wurde in dieser Fassung korrigiert.