Oberliga: Damian Kaminski und Stjepan Geng blicken auf erfolgreiche Zeit zurück / Vier Tore in drei Pokal-Endspielen

Beim Oberligisten FC 08 Villingen nehmen mit Damian Kaminski (30) und Stjepan Geng (28) zwei Spieler Abschied, die in der Winterpause der Saison 2015/2016 gemeinsam bei den Nullachtern gelandet waren.

Verschiedene Wege

Der in Polen geborene Kaminski kam vom Bahlinger SC. Geng hatte zuvor beim SC Wiesfleck (Österreich gespielt. Beide Akteure avancierten unter dem damaligen Trainer Jago Maric auf Anhieb zu Stammspielern. Damian Kaminski präsentierte sich als dynamischer und einsatzfreudiger Offensiver. Stjepan Geng erwies sich als gewiefter Techniker, der im Mittelfeld mit genauen Pässen überzeugte.

Höhepunkte erlebt

Der gebürtige Kroate schoss zwar nicht viele Tore, aber seine Treffer waren zumeist spektakulär. Doch auch das Können der beiden Winterzugänge reichte nicht aus, um 2016 den Abstieg in die Verbandsliga zu verhindern. Kaminski wurde mit sieben Treffern zweitbester 08-Torschütze, traf auch im packenden SBFV-Pokalfinale beim 5:3-Sieg gegen den SV Oberachern zum 1:0. Kaminski und Geng erlebten dann mit dem DFB-Pokalspiel gegen Schalke 04 in Freiburg (1:4) einen Höhepunkt ihrer Karriere.

Beim anschließenden souveränen Oberliga-Wiederaufstieg avancierte Geng in der Runde 2016/17 zum Akteur mit den meisten Einsatzzeiten und markierte elf Tore. Kaminski erwischte es bereits am siebten Spieltag mit einem Kreuzbandriss und einer langen Zwangspause.

Regionalliga-Traum platzt

Der Höhenflug der Nullachter hielt aber in der Oberliga mit der überraschenden Vizemeisterschaft an. Kaminski traf noch fünf Mal. Geng hatte in der Rückrunde mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Das Pokalfinale in Lahr gegen den SV Linx ging trotz der Führung durch Kaminski mit 1:2 verloren. Auch aus dem Regionalliga-Aufstieg wurde es nichts (8:1 gegen Alzenau, 0:2 in Pirmasens). Für Kaminski lief es dann in der Saison 2018/19 absolut nach Wunsch. Er war bei 31 von 33 Spielen dabei und avancierte mit acht Treffern zum zweitbesten Torschützen.

Rielasinger geschockt

Beim SBFV-Cupfinale in Pfullendorf gegen Rielasingen-Arlen (3:1) krönten ihn zwei Treffer zum "Man of the Match". Vier Tore in drei Pokalendspielen mit dem FC 08 lautet seine besondere Bilanz. Die spektakuläre DFB-Pokalpartie gegen Fortuna Düsseldorf (1:3 n. V.) dürfte dem Angreifer ebenfalls nachdrücklich in Erinnerung bleiben. Dagegen erlebte Geng die Begegnung nur als Zuschauer. In der Runde 2018/19 hatte sich der Mittelfeldlenker am achten Spieltag beim FC Nöttingen eine schwere Knieverletzung zugezogen. Er musste bis kurz vor der Winterpause 2019/20 pausieren. Kaminski zwang eine im Pokal gegen Pfullendorf erlittene Verletzung beim Vorrundenbeginn 2019/20 zum Aussetzen. Dann beendete der Corona-Lockdown die Saison.

Es folgen harte Zeiten

In der anschließenden Runde 2020/21 unter dem neuen Trainer Marcel Yahyaijan hatte Stjepan Geng mit weiterhin schwankenden Leistungen zu kämpfen. Damian Kaminski war zwar bei elf von zwölf Spielen dabei, nur selten allerdings über die komplette Spielzeit. Mit dem 1:1 beim 1. CfR Pforzheim erzielte der Offensivakteur im Oktober vergangenen Jahres den letzten 08-Treffer vor dem erneuten Lockdown und damit – wie jetzt klar ist – sein letztes Tor für die Villinger.

Schöne Worte

Stjepan Geng zieht es wohl zurück in seine Heimat nach Kroatien – Damian Kaminski spielt vielleicht noch weiter. 08-Sportvorstand Arash Yahyaijan findet zum Abschied schöne Worte: "Damian war menschlich und charakterlich ein Top-Spieler bei uns. Ihn stelle ich auf eine Stufe mit Bene Haibt und Tobi Weißhaar. Stjepan hat viel Potenzial. Schade, dass ihn diese langwierige Knieverletzung zurückwarf. Stjepan hatte auch viel Pech."

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