Kampf und Krampf: Hier versucht sich Nigerias Peter Odemwingie (vorn) gegen Andranik Timotian aus dem Iran durchzusetzen. Foto: dpa

Gruppe F: Iran und Nigeria liefern eine schwache Partie ab.

Mit der ersten WM-Nullnummer haben Iran und Nigeria ihre 16 Jahre währenden Sieglos-Serien bei Weltmeisterschaften verlängert und so kaum Chancen auf den Achtelfinal-Einzug.

Nach dem 0:0 im bisher schwächsten Spiel bei der Fußball-WM in Brasilien stehen die Iraner am Samstag gegen Argentinien vor einer unlösbar scheinenden Aufgabe, für Nigeria geht es gegen Bosnien-Herzegowina praktisch schon um das Weiterkommen in der Gruppe F.

Die triste Begegnung am Montag in Curitiba war nach der deutschen Gala gegen Portugal ein echtes Kontrastprogramm. Eine Enttäuschung gab es vor der Partie für Irans Torhüter Daniel Davari, statt des Braunschweigers stand Aliresa Haghighi zwischen den Pfosten. Der eigentlich nur als Nummer drei geltende Schlussmann war schon in der dritten Minute bei einem 20-Meter-Schuss von Victor Moses zum ersten Mal gefordert. Sechs Minuten später verfehlte Ogenyi Onazi den Kasten nur knapp. Mehr fiel den favorisierten "Super-Adlern" in der Offensive danach für lange Zeit nicht mehr ein.

Nur Ahmed Musa hätte Haghighi mit einem tückisch angeschnittenen Freistoß vor 39 081 Zuschauern fast überrascht (31.). Die Iraner beschränkten sich weitgehend auf die Defensive und hatten im Spiel nach vorn ebenfalls keine Ideen zu bieten. Der ehemalige Bundesligaprofi Ashkan Dejagah rannte sich auf der linken Seite immer wieder fest. Dennoch besaß die Mannschaft des intern umstrittenen Trainers Carlos Queiroz die beste Chance der ersten Halbzeit: Nach Ecke von Dejagah prüfte Resa Ghoochannejhad den reaktionsschnellen Schlussmann Vincent Enyeama per Kopf (34.).

Beim Gang in die Kabine mussten sich beide Teams ein Pfeifkonzert anhören. Die Afrikaner übernahmen auch nach Wiederanpfiff als Erste die Initiative – allerdings weiterhin ohne zwingende Chancen herauszuarbeiten. Die Iraner gingen ihrerseits etwas mutiger zu Werke, die Bemühungen blieben jedoch ebenfalls harmlos. Der Iran verteidigte das torlose Unentschieden und startete den einen oder anderen Vorstoß.

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