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Fußball-WM Mit "Wow"-Effekt zu einem Start nach Maß

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WM-"Bomber" Thomas Müller und seine hitzefesten Kollegen haben Fußball-Deutschland sofort in Party-Stimmung versetzt. Foto: dpa

WM-"Bomber" Thomas Müller und seine hitzefesten Kollegen haben Fußball-Deutschland sofort in Party-Stimmung versetzt.

Mit dem 4:0 (3:0) gegen Portugal hat die DFB-Auswahl am Montag in ihrem 100. WM-Spiel nicht nur Cristiano Ronaldo entzaubert, sondern auch bei der Titel-Konkurrenz für den erhofften "Wow"-Effekt gesorgt. "Thomas hat das schon sehr, sehr gut vorne gemacht. Er hat auch immer wieder Lücken gerissen für andere und drei Tore erzielt. Die Mannschaft war unheimlich kompakt. Wir haben wenig Konterchancen zugelassen", lobte Bundestrainer Joachim Löw, dessen Konzept zum Turnierstart voll aufging.

Vor 51 081 Zuschauern in der Arena Fonte Nova in Salvador trafen Müller mit seinen WM-Toren sechs bis acht (12./Foulelfmeter, 45.+1, 78.), sowie Mats Hummels mit einem wuchtigen Kopfball (32.) für das von Löw glänzend eingestellte und auf den Punkt fitte deutsche Team.

"Das war eine tolle Mannschaftsleistung", sagte Jérôme Boateng, der das Duell gegen Superstar Ronaldo klar für sich entschied. Das neue 4-3-3-System ging voll auf – und auch die letzte personelle Entscheidung mit Mario Götze in der Startelf saß. Nach der Roten Karte für Portugals Abwehrchef Pepe nach einer Tätlichkeit gegen den in der Sturmspitze bärenstarken Müller in der 37. Minute hatte die deutsche Mannschaft endgültig freie Bahn zu dem von Löw erhofften "Start nach Maß" in die Titelmission in Brasilien.

Mit einem weiteren Erfolg am Samstag in Fortaleza gegen Ghana kann das Team nun schon die Weichen für das Achtelfinale stellen. Auch vor vier Jahren war dem Team in Südafrika zum Auftakt gegen Australien ein 4:0 gelungen. Mit seinen mutigen Personalentscheidungen lag Löw beim Start in sein viertes Turnier goldrichtig. Vor allem das flexible Spiel der offensiven Dreierreihe mit Mesut Özil, Müller und Götze stellte die Portugiesen vor schier unlösbare Probleme.

Aber auch die Abwehr mit vier gelernten Innenverteidigern machte ihre Sache zur Freude der etwa 10 000 deutschen Fans und Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgezeichnet.

Boateng ließ dem gefürchteten Ronaldo wie schon zum EM-Start vor zwei Jahren praktisch keinen Stich. Seine einzige Chance besaß der Weltfußballer in der 90. Minute bei einem Freistoß, den Manuel Neuer prächtig abwehrte. In der 72. Minute sorgte Hummels für eine Schrecksekunde, als er angeschlagen vom Feld humpelte.

Bei schweißtreibenden Temperaturen nahe 30 Grad leitete die erste gelungene Kombination der Offensivreihe die Führung ein. Nach einer Ballstafette über Özil und Müller wurde Götze im Strafraum von Joao Pereira am Arm festgehalten und ging zu Boden. Müller bewies Nervenstärke und verwandelte dem von serbischen Referee Milorad Mazic verhängten Strafstoß sicher zum 1:0 – sein erstes Länderspieltor per Elfmeter.

Die deutsche Elf kontrollierte das Spiel nun fast nach Belieben. Gefährlich wurde es immer dann, wenn in der Spitze die beweglichen Özil oder Götze angespielt wurden. In der 31. Minute bediente Özil von rechts Götze, dessen Schuss zum Eckball abgefälscht wurde. Den von Toni Kroos nach innen geschlagenen Ball wuchtete Hummels mit dem Kopf zum 2:0 in die Maschen. Nach der Roten Karte gegen Real-Madrid-Profi Pepe, der Müller erst die Hand ins Gesicht schlug und dem am Boden liegenden Münchner dann noch einen Kopfstoß verpasste, war die Parte nach 37 Minuten praktisch endgültig entschieden. Dies drückte sich mit dem 3:0 von Müller, der ein Zuspiel von Kroos aus der Drehung verwertete, noch vor der Pause auch zahlenmäßig aus.

Sechs Minuten nach Wiederanstoß demonstrierte Özil einmal mehr seine Schwäche im Abschluss, als er Rui Patricio etwas lässig anschoss und damit das sicher scheinende vierte Tor vergab. Auch Götze (69.) schaffte es aus aussichtsreicher Position nicht, den nächsten, den vierten Treffer nachzulegen.

Das gelang dafür Müller zwölf Minuten vor dem Ende in einer Art und Weise, wie man es früher vor allem von seinem legendären Namensvetter Gerd kannte: Mit einem Abstauber im Fünf-Meter-Raum.

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