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Fußball-WM Kein Esprit – kein Tempo – keine Souveränität

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Kam nicht richtig ins Spiel: Japans Shinji Kagawa (links, hier im Duell mit dem Griechen Georgios Karagounis). Foto: dpa

Was ist nur mit Japan los? Auch gegen die Griechen reichte es für den verunsicherten Asien-Meister nicht zu einem Sieg. Nach der trostlosen Nullnummer in Natal ist das Team von Trainer Alberto Zaccheroni am Dienstag im letzten Vorrundenspiel der Gruppe C gegen Kolumbien zum Siegen verdammt, sonst ist die fünfte WM-Teilnahme schon nach der Vorrunde wieder vorbei.

Der fehlende Esprit, das schleppende Tempo und die unbefriedigende Abschluss-Souveränität seiner Mannschaft verwundern auch Zaccheroni. So war das bei der WM-Mission am Zuckerhut nicht geplant. Auf das bevorstehende Alles-oder-nichts-Spiel am Dienstag gegen das bereits fürs Achtelfinale qualifizierte Kolumbien hätte der Italiener jedenfalls gerne verzichtet. Ausgerechnet jetzt muss er auch noch eine nervende Personaldiskussion führen. Im Mittelpunkt der Debatte: Der ehemalige Dortmunder Shinji Kagawa, der wie die gesamte Mannschaft auf Formsuche ist. Gegen Griechenland, das in seiner letzten Partie gegen die Elfenbeinküste zum Weiterkommen ebenfalls zwingend einen Sieg braucht, schmorte der Offensivspieler von Manchester United 57 Minuten lang auf der Bank. "Die Wahl, Kagawa nicht spielen zu lassen, das war eine taktische. Wir wollten über die Seiten kommen", begründete Zaccheroni seinen Entschluss.

Doch selbst aus der langen Überzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Konstantinos Katsouranis (38. Minute) konnten die Japaner kein Kapital schlagen. "Der Ball wurde nicht schnell genug bewegt", schimpfte Zaccheroni lauthals. Einen Grund, warum seine Mannschaft auch im zweiten Spiel ihre Spritzigkeit und ihre läuferischen Qualitäten weitgehend schuldig blieb, nannte er nicht.

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