Gruppe F: Ein einziger Geniestreich von Lionel Messi entscheidet.

Den freien Abend mit Söhnchen Thiago und Freundin Antonella hatte sich Lionel Messi redlich verdient. 90 Minuten lang quälte sich Argentinien zum Verdruss von Fußball-Legende Diego Maradona gegen die No-Name-Truppe aus dem Iran, dann erlöste der Weltstar den Titelanwärter mit seinem Geniestreich in der Nachspielzeit.

"Wir sind nun qualifiziert für die nächste Runde. Genau das hatten wir uns für heute vorgenommen", sagte Messi, der seinen Treffer zum späten und glücklichen 1:0 mit einem Daumenlutscher-Jubel feierte. "Nicht einmal zwei Torhüter hätten Lionels Tor verhindern können", lobte Argentiniens Nationaltrainer Alejandro Sabella nach dem vorzeitigen Einzug ins WM-Achtelfinale. Messis genialer Moment, in dem er das Spielgerät mit seinem begnadeten linken Fuß aus 26 Metern vorbei an vier hilflosen gegnerischen Spielern und dem bis dahin überragenden Keeper Alireza Haghighi ins lange Eck zwirbelte, bewahrte den Favoriten vor einer Blamage. "Wenn du Messi hast, ist alles möglich", meinte Sabella.

Den tapferen Iranern fehlten für eine Sensation nur Sekunden und Zentimeter – und vor allem ein Pfiff. "Wir haben 90 Minuten mit Argentinien mitgehalten, nur der Schiedsrichter war nicht auf dem gleichen Niveau", kritisierte Trainer Carlos Queiroz. Referee Milorad Mazic aus Serbien hatte beim Stand von 0:0 in der zweiten Halbzeit ein klares Strafraum-Foul von Argentiniens Pablo Zabaleta am ehemaligen Bundesligaprofi Ashkan Dejagah nicht geahndet. "Er steht fünf Meter dahinter, das kann doch nicht sein", ereiferte sich Queiroz, dem am Ende nur das Lob von allen Seiten blieb.

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