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Fußball VfL Nagold muss nach klarer Führung zittern

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Foto: Kraushaar

VfL Nagold - SV Wittendorf 3:2 (3:0). Vierter Sieg im vierten Spiel, die Landesliga-Fußballer des VfL Nagold steuern weiter auf Erfolgskurs. Beim 3:2-Heimsieg gegen den SV Wittendorf überzeugte das Team von VfL-Trainer Armin Redzepagic allerdings nur in den ersten 45 Minuten.

Eine halbe Stunde hatten die Gäste aus dem Kreis Freudenstadt gut mitgehalten, dann machten die Nagolder ernst und erspielten sich eine 3:0-Pausenführung. Der Gegner schien für die zweite Hälfte zurechtgelegt. Doch aus der klaren Sache sollte nichts werden. Am Ende zitterten sich die Platzherren zu einem knappen 3:2-Erfolg.

"Das Spiel kannst du 6:0 beenden", ärgerte sich VfL-Trainer Armin Redzepagic, wohlwissend, dass die Nagolder froh sein konnten, dass sie bei zwei brenzligen Situationen am und im Strafraum nicht noch durch einen Elfmeter zwei Punkte verloren haben. Unter dem Strich war der Sieg der Platzherren aber verdient.

"Wir haben hier sehr gut mitgespielt – und die zweite Halbzeit gewonnen", meinte Gästetrainer Stefan Jäkle, der auch nach Spielschluss der Großchance von Cristian Braun aus der 17. Minute noch nachtrauerte. "Wenn wir in dieser Situation in Führung gehen, sieht das am Ende anders aus, zumal die Nagolder lange ideenlos gespielt haben und wir hinten kaum etwas zugelassen haben."

Das gilt zumindest für die erste halbe Stunde, in der die Nagolder zwar klar überlegen waren, doch bei deutlich mehr Ballbesitz nichts Zählbares zustande brachten. Das änderte sich nach einem Eckstoß von Nils Schuon den Cedric Wälde unterlief. Der Ball kam zu Chris Wolfer und sprang dann ins Tor. Der Treffer in der 33. Minute wurde als Eigentor gelistet.

Auf einen "echten" Nagolder Treffer mussten die Zuschauer im Reinhold-Fleckenstein-Stadion dann nur noch drei Minuten warten, ehe Lysander Skoda mit einem herrlichen Flugkopfball aus sieben Metern zentral hinter dem Elfmeterpunkt mit dem 2:0 erfolgreich war. Ein weiterer Treffer der Marke "Tor des Monats" folgte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Chris Wolfer erhöhte mit einem satten Schuss aus 14 Metern auf 3:0.

Das Spiel schien gelaufen. In der Pause wurde über die Höhe – 5:0 machte als Tipp bei den Nagolder Anhängern die Runde – spekuliert. Mit der Hereinnahme von Luka Kravoscanec für den verwarnten Chris Wolfer veränderte sich jedoch das Spiel. Die linke Seite mit Burak Tastan und Luka Kravoscanec funktionierte nicht. Robert Ruoff hatte plötzlich Platz für Offensivaktionen. Tastan sah sich immer öfter Tobias Armbruster und Henry Seeger alleine gegenüber. Nach 55 Minuten hatte der die SV Wittendorf die Riesenchance zum ersten Treffer, doch Sandro Bossert schoss freistehend aus 17 Metern über das Tor. Gut zehn Minuten später durften die Wittendorfer dann doch jubeln.

Einen von Maximilian Frölich verursachten Handelfmeter verwandelte Christian Braun sicher zum 1:3 (66.). Das Spiel begann komplett zu kippen, zumal VfL-Coach Redzepagic mit der Einwechslung von Matthias Rebmann, Valentin Asch und Walter Vegelin den Spielfluss noch mehr ausbremste. Die Quittung war der Anschlusstreffer zum 2:3 durch Tobias Armbruster (72.). Der VfL Nagold verlor in der Folgezeit mehr und mehr den Zugriff, die Ordnung ging verloren. Die Gäste witterten ihre Chance, vielleicht doch noch einen Punkt einfahren zu können. Immer mehr Weiße hechelten jetzt den Roten nur noch hinterher.

Es dauerte bis zur 81.Minute, ehe Steffen Honigmann eine Nagolder Tormöglichkeit verzeichnen konnte. Kurz darauf tauchte Kravoscanec frei vor dem Wittendorfer Schlussmann Lucas Finkbeiner auf, die fehlende Spielpraxis war dem Nagolder jedoch anzumerken. Dann verpasste auch noch Walter Vegelin (85.) das mögliche 4:2 und damit die Entscheidung.

In der Schlussphase forderte der zahlreich mitgereiste Gästeanhang bei zwei kritischen Situationen jeweils einen Strafstoß. Die Pfeife des Unparteiischen Maurice Rummel blieb jedoch stumm. Die Nagolder Fans durften sich nach den 90 Minuten zwar über den vierten Dreier freuen – aber der erste entspannte Sieg lässt weiter noch auf sich warten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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