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Fußball VfB Stuttgart: Luft nach oben

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Vermeidet Träumereien: VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger. Foto: Weller

Die Zeit der großen Sprüche ist beim VfB Stuttgart erst einmal vorbei. Statt große Ziele zu verkünden, sorgt Thomas Hitzlsperger in seinen ersten 100 Tagen als Vorstandsvorsitzender für mehr Realitätssinn. Die Bundesliga-Rückkehr bleibt dennoch ein Muss.

Mit Thomas Hitzlsperger kam die Ruhe. In seinen ersten gut drei Monaten als Vorstandsvorsitzender beim VfB Stuttgart hat der Ex-Nationalspieler einen Kulturwandel forciert: Zumindest in der Außendarstellung gibt sich der in die 2. Bundesliga abgestürzte Traditionsklub wesentlich bescheidener als in früheren Jahren.

Da kam es schon mal vor, dass ein Präsident davon sprach, der VfB solle die Nummer drei hinter dem FC Bayern und Borussia Dortmund werden. Andere meinten, bald wieder in der Champions League zu spielen. Und was macht Hitzlsperger? Er predigt Bescheidenheit.

Hohe Erwartungen, besonnenes Auftreten

"Wir sind jetzt in der zweiten Liga", betonte der gebürtige Münchner, der an diesem Donnerstag genau 100 Tage Vorstandsvorsitzender der VfB AG ist. "Ich will im Auftreten eher defensiv sein und sagen: Wir sind absolut ambitioniert in dem, was wir tun und was wir wollen." Aber der Verein dürfe nicht träumen.

Dabei weiß Hitzlsperger, dass im Umfeld des VfB große Erwartungen mit seiner Person verknüpft sind. Wer, wenn nicht der smarte und seriös wirkende Ex-Nationalspieler kann die Schwaben nach dem dritten Zweitliga-Abstieg der Klubgeschichte wieder auf Vordermann bringen?

Mit seinem besonnen Auftreten will Hitzlsperger, der sich auch einer besseren Förderung des eigenen Nachwuchses verschrieben hat, das Vertrauen zurückgewinnen. Bei den Sponsoren und Investoren, den Fans und den eigenen Mitarbeitern am Cannstatter Wasen. Er leistet laut VfB-Ehrenpräsidenten Erwin Staudt gute Arbeit. "Ich habe schon den Eindruck, dass er sich mit der Rolle identifiziert hat und auch Direktiven vorgibt. Er führt", sagte der 71-Jährige.

Der Karrieresprung des jungen Managers, der über keine entsprechende Ausbildung verfügt, ging schnell. So stieg der 37-Jährige in nur gut zwei Jahren vom Präsidiumsmitglied über die Leitung der Nachwuchsabteilung zum Sportvorstand und dann zum AG-Vorsitzenden auf. Zudem ist der kurz vor Silvester verpflichtete Trainer Pellegrino Matarazzo bereits der dritte Chefcoach, seit Hitzlsperger im vergangenen Februar Sportvorstand wurde.

Abstieg und zwei Trainerentlassungen

Der AG-Chef weiß, dass die Bilanz der Profis unter ihm mit dem Abstieg und zwei Trainerentlassungen nicht positiv ist. Und sollte dem aktuellen Tabellendritten nicht der sofortige Wiederaufstieg gelingen, wären auch er und der von ihm geholte Sportdirektor Sven Mislintat bereits wieder angeschlagen.

Staudt lobt derweil, dass Hitzlsperger Mut habe und bereit sei, neue Wege zu gehen. Ob die zum Erfolg führen, könnte sich schon am 29. Januar (18.30 Uhr/Sky) gegen Verfolger 1. FC Heidenheim zeigen. Der schwäbische Konkurrent ist das genaue Gegenteil zum VfB. Dort ist der Trainer Frank Schmidt schon mehr als zwölf Jahre im Amt, der heutige Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald in unterschiedlichen Führungspositionen schon seit 1994.

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