Der VfB Bösingen etabliert sich immer mehr Richtung Spitzengruppe der Landesliga 3.
Beim Landesligisten VfB Bösingen läuft es im Spätherbst richtig rund: 28 Punkte, 31:26-Tore, Platz sechs, mit 13 von 18 möglichen Auswärtspunkten wieder in gewohnter Spur und nur insgesamt einer Niederlage aus den vergangenen zehn Partien (acht Siege).
Abstand überschaubar
Der Abstand zur SG Empfingen (33), TSG Balingen II (32), SV Zimmern (32), SV Nehren (31) und VfL Nagold (28) ist überschaubar. Da ist zwei Spieltage vor Ende der Hinserie alles möglich. Nun warten noch Freudenstadt und Tuttlingen. „Reutlingen war unsere Reifeprüfung. Und sie ist, wie ich finde, gelungen. Endlich einmal dort eine wichtige Partie zu gewinnen, nachzulegen und am Ball bleiben“, forderte Trainer Peter Leopold.
Und bekam geliefert, was er sich wünschte. Bösingens Trainer hat im Vorfeld der Partie beim SV Croatia Reutlingen wenig geschlafen. Der Grund hatte mit Fußball zu tun. Nicht etwa, dass ihm seine Bösinger Mannschaft Kopfzerbrechen bereitet hat, „ich war am Samstagabend beim Bundesliga-Derby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln.“ Der eingefleischte Borussen-Fan freute sich über den 3:1-Sieg am Niederrhein, nimmt dazu gerne weite Fahrstrecken auf sich. „Und unser 3:2 in Reutlingen hat dazu das Wochenende aus sportlicher Sicht rundum gelungen gemacht.“
Entscheidender Akteur
Einer der entscheidenden Akteure auf Gästeseite war hierbei Andy Zimmermann. Er bereitete alle drei Treffer vor - holte den Elfmeter zum 1:0 von Adi Dobricean raus, zog die Ecke auf den Kopf von Marius Müller beim 2:0 und legte ihm das 3:1 auf. Trainer Leopold kann über seinen Neuzugang aus Dornhan, der schon mit einem Doppelpack gegen Empfingen vor einer Woche hervorstach, nicht nur deshalb nichts negatives sagen: „Wir wollten Andy deshalb unbedingt zurückholen und er findet sich immer besser zurecht und ist eine echte Verstärkung für uns, passt menschlich hervorragend zum VfB.“
Andy Zimmermann kam im Sommer als „Königstransfer“ und Ersatzmann für Flügelstürmer Marius Beiter und soll diesen zusammen im Verbund mit Julian Schneider für das schnelle Angriffsspiel des VfB auf den Außenbahnen ersetzen. Schon vor dem Reutlingen-Spiel gelangen ihm einige Vorlagen und vier eigene Treffer.