Der VfB Bösingen kassierte beim BSV 07 Schwenningen eine vermeidbare Niederlage.
Manchmal ist die Mängelliste wie bei einem TÜV-Besuch ärgerlich und unausweichlich: Zwei Freistöße, ein Platzverweis, ein nicht gegebener Elfmeter, Pfostentreffer, ein Eckball und ein Eigentor – beim VfB Bösingen kamen im Bezirksderby in Schwenningen fast alle Dinge zusammen, die ungläubiges Kopfschütteln hervorrufen, wenn man nach 90 Minuten mit leeren Händen dasteht.
Zu viele Fehler gemacht
„Es hat nicht sollen sein. Wir haben zu viele Fehler gemacht, hatten das Pech auf unserer Seite und so am Ende verloren“, resümierte Bösingens Trainer Peter Leopold das vermeidbare 2:3 im Schwenninger Moos enttäuscht. „Wir wussten dass es sehr schwer werden würde, der BSV starke Standards hat und so ist es passiert und alles gegen uns zusammengekommen.“
In der Tat: Eine Halbfeld-Freistoßflanke sowie ein direkter Freistoß von den Ex-Seedorfern Marc Agyemang und David Seiferling (er traf schon im Hinspiel) waren die Ausgangspunkte, die zum 1:0 und 2:0 führten.
Elfmeterpfiff bleibt aus
„Dem 3:1 aus der Ecke ging später auf der anderen Seite das klare Elfmeterfoul an Marius Müller voraus, welches das Schiedsrichter-Gespann übersehen hat. Ich bin mir absolut sicher, dass wenn wir dort das 2:1 erzielte hätten, wir dieses Spiel sogar in Unterzahl gewinnen. Trotz einem Mann weniger haben wir druckvoll gespielt“, haderte Leopold zudem mit dem Platzverweis für Andreas Griesser, der somit am 21. Februar 2026 im Nachholspiel beim SC 04 Tuttlingen gesperrt sein wird.
Zahlen Fakten Daten
„Wir haben verloren und deswegen stehen wir mit 31 Punkten nur auf Platz sechs und nicht weiter oben auf Rang vier oder drei. „Sechs unserer letzten sieben Gegentore haben wir uns durch individuelle Fehler selber zuzuschreiben.“
Der Rückrundenstart gegen Nehren (1:2) und beim BSV (2:3) verlief ähnlich unglücklich wie der Saisonstart (2:3, 3:4). Vier knappe Niederlagen gegen die beiden Teams.
Einstand mit Tor
Da ging der Einstand von Neuzugang Lucjan Teclaw mit dessen ersten Tor nach seiner Einwechslung und 20 Minuten im VfB-Trikot fast unter. Ein zweiter Neuer wird im Winter hinzukommen: Dominik Stoll vom Bezirksligisten SV Wittendorf, ein lauf- und kampfstarker Spieler, der in der Hinserie drei Tore erzielte und im vergangenen Jahr in der Landesliga schon gegen Bösingen spielte, allerdings trotz seiner vier Treffer den Abstieg nicht verhindern konnte. Stoll spielte in der Jugend beim VfL Nagold und danach bei der SG Herzogsweiler-Durrweiler, SG Ahldorf-Mühlen und SF Salzstetten.