Vor dem Start in die restliche Verbandsliga-Runde redet die Trainerin des TSV Frommern über Zusammenhalt, Ziele und Leidenschaft zum Sport.
Am Sonntag (13.30 Uhr) geht es auch in der Frauen-Verbandsliga wieder um Punkte – mittendrin die Fußballerinnen des TSV Frommern, die zum Nachholspiel bei der SGM Oppenweiler/Sulzach antreten.
Wir haben mit Trainerin und Frommern-Urgestein Petra Linder (50) über die bisherige Saison, die Wintervorbereitung, die Verletzungsmisere sowie die Ziele für die Rückrunde gesprochen.
Linder prägte den Frauenfußball beim TSV Frommern über viele Jahre entscheidend mit, sowohl als Spielerin als auch als Trainerin. Mit dem Verein feierte sie mehrere Meisterschaften und Aufstiege, gewann zudem die Süddeutsche Hallenmeisterschaft und qualifizierte sich damit für die Deutsche Futsal-Meisterschaft.
Mit welchen Gefühlen starten Sie in die zweite Saisonhälfte?
Petra Linder: Aktuell habe ich ein gutes Gefühl, weil die Vorbereitung sehr gut verlaufen ist und auch die Trainingsbeteiligung hoch war. Wir fühlen uns bereit für den Start.
In der Vorrunde hatten sie einiges an Verletzungspech, wie ist der aktuelle Stand?
Die Langzeitverletzten werden uns zwar weiterhin fehlen, aber mit Svenja Junker und Leticia Birkic sind zwei wichtige Spielerinnen wieder, aus der Rekonvaleszenz, in den Kader zurückgekehrt.
Was steht für Sie in der Rückrunde sportlich im Mittelpunkt?
Wir wollen so viele Punkte wie möglich sammeln und uns ins gesicherte Mittelfeld vorarbeiten. Der Abstand zu den Abstiegsrängen soll auf jeden Fall größer werden. Aktuell schauen wir vor allem auf Jungingen, Münchingen und Altheim – an diese Teams wollen wir möglichst schnell herankommen, um so mit dem Abstieg möglichst nichts zu tun zu haben.
Wie sind Sie durch die Vorbereitung gekommen – ist die Mannschaft gut im Rhythmus?
Im Moment läuft es gut für uns. Alle haben gut mitgezogen, die Trainingsbeteiligung war hoch. Die Spielerinnen sind motiviert und auf die Rückrunde fokussiert. Unsere Testspiele gegen Deggenhausertal (4:1), Aach-Linz (6:0), Aldingen (5:2) und den Hegauer FV (5:1) konnten wir alle erfolgreich gestalten.
Wie bewerten Sie die Testspiele und die Entwicklung des Teams?
Die Mannschaft hat offensiv richtig gut gearbeitet. Gerne hätten wir auch noch gegen einen höherklassigen Gegner in der Vorbereitung gespielt, aber das hat terminlich leider nicht gepasst. Wir hoffen, den Schwung aus den Vorbereitungsspielen mit in die Rückrunde nehmen zu können.
Welche Ziele haben Sie sich und Ihrem Team für die Rückrunde gesetzt?
Wir möchten uns im Mittelfeld etablieren. Das wichtigste Ziel ist allerdings, möglichst verletzungsfrei zu bleiben, denn das war in den vergangenen Jahren immer wieder ein entscheidender Knackpunkt.
Wie ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft aktuell?
Im Moment passt eigentlich alles ganz gut. Wenn der Kader groß genug ist, wird vieles entspannter, weil Ausfälle oder private Termine besser aufgefangen werden können.
Gab es in der Winterpause personelle Veränderungen im Kader?
Ja, mit Bente Essig haben wir in der Winterpause eine Spielerin dazugewonnen. Sie kommt vom Oberligisten FC Freiburg-St. Georgen und besitzt ein Zweitspielrecht. In der Rückrunde wird sie unseren Kader definitiv verstärken und uns fußballerisch weiterbringen.
Was erwarten Sie vom Auftaktspiel gegen Oppenweiler?
Für uns ist der Aufsteiger eine kleine Wundertüte, da wir bislang wenig Berührungspunkte hatten. Wir wissen aber, dass sie sehr heimstark sind. Trotzdem wollen wir versuchen, die drei Punkte aus Oppenweiler mitzunehmen, auch wenn das sicher keine leichte Aufgabe wird.
Was hat Sie dazu bewegt, Trainerin zu werden?
Die Liebe zum Fußball. Ich habe viele Sportarten ausprobiert, aber der Fußball hat mich schon von klein auf gepackt. Mir macht es große Freude, junge Spielerinnen weiterzuentwickeln und meine Spielidee an eine Mannschaft weiterzugeben. Wenn das funktioniert und man damit auch Erfolg hat, ist das natürlich umso schöner. Außerdem ist eine Mannschaft wie eine zweite Familie, der Zusammenhalt ist toll, und genau das macht für mich den Reiz aus.