Dominik Pedro machte am vergangenen Freitag in Pfullingen bis zu seiner Auswechslung ein gutes Spiel. Foto: Kraushaar

Letzter gegen Vorletzter, mehr Abstiegskampf geht auch in der Verbandsliga nicht. Die Nagolder sind vor dem Spiel gegen SKV Rutesheim noch sieglos.

VfL Nagold – SKV Rutesheim (Freitag 19.30 Uhr). Zuletzt hat der Rutesheimer Trainer Marcel Pfeffer mit seiner Aufstellung mit Marcel Streit, Hannes Obert, Alban Kastrati sowie Lukas Feigl, Pascal Müller und Maxim-Maurice Russ aus der zweiten Reihe beim 0:4 gegen den FV Biberach Schiffbruch erlitten. Allerdings hatten bei den Rutesheimern eine ganze Reihe von Stammspielern gefehlt. Obendrein mussten Kapitän Alexander Wellert und Spielmacher Christopher Baake nach der 3:6-Heimniederlage gegen den SV Ilshofen auf der Bank Platz nehmen.

Armin Redzepagic setzt auf junge Spieler

Das sind Luxusprobleme, von denen Armin Redzepagic derzeit nur träumen kann. Der Nagolder Coach musste sich mit Torhüter Maksim Hoelper, Nick Schweizer (Innenverteidigung) und Christos Thomaidis auf drei ganz junge Akteure sowie mit Nico Graf (A-Liga) und Philipp Schäuble (zuvor Bezirksliga VfL Stammheim) auf zwei weitere Spieler ohne Verbandsligaerfahrung stützen.

"Wir hatten uns in Pfullingen mehr erwartet"

"Natürlich sind wir von dem Ergebnis in Pfullingen enttäuscht. Wir hatten uns mehr erwartet", blickt Armin Redzepagic auf die 1:2-Niederlage zurück. Dass Dominik Pedro eine gute erste Halbzeit spielen konnte und mit Burak Tastan nach der Pause ein erfahrender Spieler zurückkam, nahm der VfL Coach zumindest als positives Signal vom Pfullinger Nebenplatz mit.

Marco Quiskamp muss verletzungsbedingt passen

Das, und die Erkenntnis dass die Moral in der Truppe trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Marco Quiskamp intakt geblieben ist, macht Mut. "Wir haben bis auf wenige Ausnahmen immer mitgespielt und nur einmal eine Klatsche (0:7 beim FC Wangen) kassiert", sieht Armin Redzepagic seine Mannschaft nicht so weit von der Verbandsliga entfernt, wie es das Tabellenbild vermittelt.

Elias Bürkle mit Knieproblemen

Am heutigen Freitagabend werden die Nagolder auf dem Kunstrasen erneut einen Angriff auf den ersten Dreier starten. Um die Chancen zu erhöhen muss das Spielgerät jedoch öfters in die Box. Feingeist-Fußball ist in der aktuellen Situation nicht hilfreich. Fünfzig Prozent Ballbesitz wie in Pfullingen bringen am Ende nichts wenn das Spielgerät nur fünf, sechs Mal in 90 Minuten den gegnerischen Strafraum sieht. Den dürfte Elias Bürkle wegen Knieproblemen nur von der Bank aus sehen. Einem Einsatz von Dauerbrenner Marco Quiskamp steht eine Schulterverletzung im Weg.

Sechserposition ist noch offen

Offen ist die Frage was die Sechserposition angeht. Auch im Angriff gibt es noch Fragezeichen. Erste Alternativen für die Stammelf sind Burak Tastan, Johannes Fleischle, Rajmund Csima und Amin Latifovic. Letzterer kennt die Rutesheimer noch gut aus den Derbys gegen seinen Ex-Club TSV Heimerdingen.