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Fußball TSG Balingen: Trio sagt mit Tränen Servus

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Einen bewegenden Abschied erlebten die drei Routiniers Manuel Pflumm, Jörg Schreyeck und Stefan Vogler bei ihrem letzten Spiel für die TSG Balingen in der Regionalliga Südwest gegen den FC Astoria Walldorf, das 3:3 endete. Foto: Kara

3:3 trennen sich die TSG Balingen und der FC Astoria Walldorf im letzten Saisonspiel in der Regionalliga Südwest. Das Ergebnis wird aber wohl nur als Randnotiz in die Annalen der Balinger Vereinshistorie eingehen.

Ganz im Gegensatz zum Klassenerhalt, dem bisher größten Erfolg der TSG, und dem Ende einer Ära, die am Samstag eingeleitet wurde. Denn mit Kapitän Manuel Pflumm, Mittelfeldstratege Jörg Schreyeck und Torjäger Stefan Vogler verabschiedeten sich drei Akteure, die maßgeblich an den Erfolgen der vergangenen Jahre beteiligt waren und das Gesicht der Mannschaft mit geprägt hatten.

Bei ihrem letzten Auftritt in der Bizerba-Arena wurden sie begleitet von ihren Familien und Freunden; an der Balustrade der Tribüne hing ein großes Transparent mit der Aufschrift "Helden leben lange, doch Legenden streben nie – Danke Pflummi und Joggel".

Gänsehaut-Atmosphäre in der 65. Spielminute, als "Pflummi" seine Spielführerbinde abstreift und sie an Nils Schuon übergibt. Nach Umarmungen mit seinen Mitspielern und unter dem Beifall der 800 Zuschauer, die sich von den Plätzen erhoben haben, verlässt der 33-Jährige zu den Klängen von "Niemals geht man so ganz" den Rasen. Mit Standing Ovations werden wenig später auch Vogler und Schreyeck bei ihren Auswechslungen verabschiedet.

Hier gibt es unser Video:

"Am Anfang war alles wie immer. Beim Warmmachen hatte ich dann schon Gänsehaut; aber als ich dann bei diesem Lied vom Platz gegangen bin unter dem Beifall der Zuschauer, bin ich von den Emotionen überwältigt worden. Es war eine super Sache", schildert Pflumm seinen letzten Auftritt im Dress der TSG nach zwölf Jahren. "Ich habe mit diesem Verein alles mitgemacht. Den Aufstieg von der Verbandsliga in die Oberliga und von der Oberliga in die Regionalliga. Ich denke, mehr geht nicht. Ich wollte den richtigen Zeitpunkt erwischen, um aufzuhören, und ich denke das ist mir jetzt mit dem Klassenerhalt ganz gut gelungen", sagt der 33-Jährige, "Ich habe bei der TSG viele Menschen kennengelernt und viele Freunde gewonnen. Deshalb bin ich sehr dankbar für die zwölf Jahre hier in Balingen. Die vergangenen beiden Jahre waren meine schönste Zeit hier."

Ebenfalls bei beiden Meisterschaften und Aufstiegen zum Team zählte Jörg Schreyeck, der insgesamt zehn Jahre bei der TSG im Mittelfeld agierte. "Ich hätte mir meinen letzten Tag hier in Balingen nicht schöner vorstellen können", sagt der 34-Jährige. "Am Morgen vor dem Spiel war ich schon etwas nervös. In der Kabine habe ich schon die Anspannung bemerkt. Als wir dann raus auf den Platz sind und ich meine Frau, meinen Sohn, die ganze Familie und die Freunde in meinem Trikot gesehen habe, ist es richtig emotional geworden", gibt "Joggel" Einblick in seine Gefühlswelt. "Vom ersten Tag an, als ich 2005 zur TSG Balingen gekommen bin, war ich Teil dieser Mannschaft und des Vereins. Es waren wunderschöne Jahre, wofür ich mich bei allen bedanken möchte." Doch nun bricht eine neue Zeitrechnung für den 34-Jährigen an. "Meine Familie und meine Freunde kennen mich eigentlich nur mit Fußball, und ich selbst auch. Von daher bin ich mal gespannt, wie jetzt die nächsten Wochen ohne Fußball werden", sagt Schreyeck, der sich noch nicht entschieden hat, ob und wo er seine Karriere fortsetzen wird. "Das ist auch ein guter Zeitpunkt, um meiner Familie zu danken, die in all den Jahren immer hinter mir gestanden ist."

Einen perfekten Abschied bereitete sich auch Stefan Vogler, der in seinem letzten Spiel noch zweimal für die TSG traf und so seine Karriere krönte, die er aus gesundheitlichen Gründen beenden muss. "Das war überragend, dass so geklappt hat mit den beiden Toren. Besser hätte ich es mir nicht ausmalen können", sagt der 28-jährige Vollblutstürmer. "Es war noch einmal richtig cool. Ich hatte Tränen in den Augen, weil es mir so schwer fällt, aufzuhören. Denn es sind so viele Leute hier in Balingen, die ich in den vergangenen Jahren kennenlernen durfte und die ich mag. Aber es macht einfach keinen Sinn mehr. Die Schmerzen im Knie sind einfach zu groß."

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