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Fußball TSG Balingen: Der "Macher" geht von Bord

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Der scheidende Abteilungsleiter Uwe Haußmann und Geschäftsführer Jan Lindenmair gaben in einer Pressekonferenz einen Ausblick auf die Zukunft der TSG Balingen. Foto: Hauschel

Nach 13 Jahren ist nun bald Schluss. Abteilungsleiter Uwe Haußmann wird in der kommenden Saison kein Vorstandsamt bei der TSG Balingen mehr bekleiden. Der 63-Jährige blickt auf erfolgreiche Jahre beim Fußball-Regionalligisten zurück.

Leicht ist Uwe Haußmann die Entscheidung definitiv nicht gefallen. Das war ihm anzumerken bei der – auch für ihn – veranstalteten Pressekonferenz am Mittwochnachmittag. Nachdenklich blickte er immer wieder zum Fenster des Klubhauses "Henkes 12. Mann" hinaus, während er seinen Rücktritt verkündete und seine Zeit als Leiter der Abteilung Fußball Revue passieren ließ. Dort ragt imposant die Haupttribüne der Bizerba Arena in Richtung Himmel – eines der vielen erfolgreichen Projekte von Uwe Haußmann.

Abspaltung der Abteilung steht kurz bevor

Hintergrund des Rücktritts ist unter anderem die absehbare Ausgliederung der Fußballabteilung in einen neuen Verein. Der "TSG Balingen Fußball e.V." soll im September diesen Jahres kommen – vorausgesetzt die Hauptversammlung stimmt dem Vorschlag zu.

Angeführt werden soll der neue Verein dann von einem fünfköpfigen Vorstandsgremium – unterstützt von einem Hauptausschuss. Außerdem soll ein Aufsichtsrat die Rolle eines Kontroll- und Beratungsorgans einnehmen. "Wir bleiben zusammen", stellte TSG-Geschäftsführer Jan Lindenmair klar und ergänzte: "Es geht um die großen Vorteile, die dieser Schritt beinhaltet: kürzere Entscheidungswege und haftungsrechtliche Sicherheit für den Gesamtverein." Allerdings kann dieser Schritt erst wieder im laufenden Spielbetrieb erfolgen – voraussichtlich also im September.

Für Uwe Haußmann bedeutet die Ausgliederung vor allem eines: mehr Freizeit. "Ich hatte in der Corona-Zeit viel Zeit, um nachzudenken. Ich möchte nach 15 Jahren Tätigkeit bei der TSG nun im Alter von 63 Jahren in den verdienten Ehrenamts-Ruhestand gehen. Ich gehe natürlich mit einem weinenden Auge – aber auch mit einem lachenden. Ich freue mich auf die Freizeit, die ich jahrelang nicht hatte", blickt Haußmann dem Ruhestand wohlwollend entgegen.

Der 63-Jährige hinterlässt im September einen Verein, der seine größten sportlichen Erfolge mit ihm als "Spiritus Rector" gefeiert hat. "Ich hatte einen Zehn-Punkte-Plan, als ich angefangen habe. Und diese Punkte wurden alle erfüllt. Darauf bin ich sehr stolz", sagt Haußmann – und blickt erneut auf die unter seiner Obhut gebaute Haupttribüne. Ob der Ausbau des Stadions, der den sportlichen Weg in die Regionalliga überhaupt erst möglich gemacht hat, oder die Etablierung der TSG Balingen als ausgezeichnete Anlaufstelle für junge Talente aus der Region – Uwe Haußmann hatte jahrelang bei allen wichtigen Projekten der TSG seine Finger im Spiel.

Gekrönt wurden all diese Bemühungen natürlich vom Aufstieg in die Regionalliga 2018. In dieser werden die Balinger in der kommenden Saison zum dritten Mal antreten – und genau deshalb ist für Haußmann die Zeit gekommen zurückzutreten. "Der Zeitpunkt hätte aus sportlicher Sicht nicht besser sein können. Die Erste bleibt in der Regionalliga, die U23 und die Nachwuchsmannschaften sind ebenfalls gesichert. Der Verbleib in den Ligen und die weiteren Perspektiven versüßen mir den Abschied", so der scheidende Abteilungsleiter. Einen Nachfolger, der dann eines der fünf Vorstandsämter im neuen Verein bekleiden würde, soll es wohl auch schon geben. "Allerdings können wir noch keinen Namen nennen. Aber wir haben jemanden im Auge", sagt Lindenmair.

Haußmann hinterlässt bei der TSG stabile Strukturen, für deren Errichtung er jahrelang hart gearbeitet hat. Der Ausbau der Geschäftsstelle, die inzwischen die Verwaltungstätigkeiten übernimmt, die Haußmann und seine Vorstandskollegen früher noch selbst erledigen mussten, war einer der zehn Punkte des 63-Jährigen. Zehn Punkte, die Schritt für Schritt zur Professionalisierung der TSG Balingen beigetragen haben. Und so kann Uwe Haußmann stolz abtreten. Die Vereinserfolge – inklusive der imposanten Haupttribüne – kann ihm niemand mehr nehmen.

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