Die TSF gingen bis ans Ende ihrer Kräfte. Sandhausens Patrick Greil hilft im Kampf gegen den Krampf. Foto: Andreas Wagner

Die TSF Dornhan trafen auf den Drittligisten SV Sandhausen. Es war ein Vorbereitungsspiel, das eine große Zuschauerzahl anzog.

Ein Landesligist trifft auf einen Drittligisten – eine sehr einzigartige Konstellation. Aber die TSF Dornhan spielten ihr erstes Vorbereitungsspiel gegen den SV Sandhausen in ihrem eigenen Stadion. Ein richtiges Event für alle Zuschauer die im MADO-Sportpark anwesend waren. Man merkte, wie alle sich auf dieses Spiel freuten, es herrschte eine tolle Stimmung, und alles war voll mit Menschen jeden Alters.

 

TSF halten gut dagegen

Die Anhänger der TSF Dornhan sahen eine ausgeglichene erste Hälfte, in der die Gastgeber gut mithielten. Die Sandhausener waren offensiv immer sehr gefährlich, aber die Mannschaft von Daniel Rouff verteidigte gut und hatte die eine oder andere Konterchance.

Im Lauf des Spiels erkannte man dann aber doch den Ligaunterschied, und so gingen die Gäste in der 13. Minute durch Jonas Weik in Führung. Nach diesem Tor wurden die Gäste immer stärker, sie bestimmten das Spiel und drückten auf das Dornhaner Tor. Der Keeper der Gastgeber machte ein überragendes Spiel und hielt sein Team am Leben.

Große Chance für Sandro Bossert

In der 18. Minute hatten die Dornhaner ihre größte Chance im gesamten Spiel. Sandro Bossert konnte seinen Nachschuss nicht auf das fast leere Tore bringen und verpasste knapp den Ausglichstreffer. Dies war eine Aktion, die die Dornhaner wieder zum Leben erweckte, denn sie waren wieder präsenter im Spiel.

Man merkte, dass die Gastgeber versuchen wollten, den Drittligisten ins Wanken zu bringen. Insgesamt hatte das Spiel eine unfassbare Intensität, beide Mannschaften sparten ihre Energie nicht. Das merkte man in den letzten Minuten der ersten Hälfte, als die bessere Kondition der Sandhausener zum Vorschein kam. Die TSF machten immer mehr technische Fehler und ließen auch hinten immer mehr zu. Die Folge war dann das 2:0 von David Otto für den Drittligisten, und mit diesem Stand ging es dann in die Kabine.

Zwischenfazit von Daniel Ruoff

Der Dornhaner Spielertrainer Daniel Ruoff war zufrieden mit den ersten 45 Minuten seiner Jungs: „Also taktisch war das gegen eine Mannschaft wie Sandhausen wirklich gut. Sie standen relativ hoch, und dass dann die Bälle hinter die Kette kommen, ist völlig normal. Unsere Chancenwertung war nicht optimal. Klar hätten sie auch noch ein oder zwei Dinger machen können, aber wir hatte zwei, drei Möglichkeiten, die hätten wir in der Liga gemacht. Aber die Aufregung hat da auch eine Rolle gespielt.“

Großer TSF-Einsatz

Die zweiten 45 Minuten starteten genau so, wie die erste Halbzeit endete, mit einer großen Dominanz der Sandhausener. Der angehende Landesligist kam nicht mehr wirklich nach vorne, die TSF wurden von der Gastmannschaft in die eigene Hälfte gedrückt.

Die ersten 15 Minuten hielt die Dornhaner Abwehr, doch dann fiel das 3:0 durch Patrick Greil für den Drittligisten, und die TSF brachen ein wenig auseinander. Nur sieben Minuten später bekam das Team von Roberto Pinto einen Strafstoß, der zum 4:0 führte. Auch nach diesem Treffer versuchten Daniel Ruoff, der mittlerweile den Rasen betreten hatte, und seine Mitspieler alles, um sich gegen die deutlich stärkere Mannschaft zu wehren.

Kräfte gehen zur Neige

Doch in Minute 78 erzielte Tim Luis Maciejewski das 5:0 durch einen schönen Weitschuss, der unten links ins Tor einschlug. Die Dornhaner waren, weil sie bis an ihre Grenzen gegangen waren, wie gegen Ende der ersten Halbzeit auch hier körperlich ausgelaugt, und so legte der SV Sandhausen am Ende noch ein paar Treffer nach. Der Drittligist spielte die Gastgeber an die Wand und erhöhte auf 8:0 (80., 83., 88.).

Gegen Ende der Partie reklamierten Spieler und Fans des Landesligisten einen Handelfmeter. „Wäre fair gewesen hätte er uns diesen Elfmeter gegeben, weil es warscheinlich ein Handspiel war“, so der Spielertrainer der TSF über den nicht gegebenen Elfmeter für sein Team. So hieß es am Ende 0:8, was für den Landesligisten angesichts des Klassenunterschieds tragbar ist.

Daniel Ruof zufrieden

„Die Dominanz in der zweiten Halbzeit ist zu erwarten. Auch körperlich ist es normal, dass die uns überlegen sind. Wir hatten ja dann fünf Spieler die alle 90 Minuten gespielt haben, und das merkt man dann gegen einen solchen Gegner, der seit zwei oder drei Wochen in der Vorbereitung ist. Also dafür, dass wir erst am Dienstag in die Vorbereitung gestartete sind, bin ich mehr als zufrieden“, so Daniel Ruoff, Spielertrainer der Dornhaner.