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Fußball SV Zimmern verliert Talente an FC Holzhausen

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Auf Routiniers wie Nino Eisensteck (rechts) und Torjäger Christian Braun muss der SV Zimmern künftig ebenfalls verzichten. Foto: Peiker

Den württembergischen Landesligisten SV Zimmern wurde in der Corona-Zwangspause arg gebeutelt – und dies in erster Linie in personeller Hinsicht.

Acht Abgänge hinterlassen Lücke

So haben insgesamt acht Stammspieler in den vergangenen Wochen und Monaten den SVZ verlassen und hinterlassen eine große Lücke im Kader.

"Wir haben schon mit einem personellen Umbruch in den nächsten zwei bis drei Jahren gerechnet, dass es aber jetzt so über uns hereinbrechen würde, war nicht abzusehen", stellt SVZ-Spartenleiter Erwin "Figa" Beck fest. Was den Spartenleiter besonders sprachlos macht, ist die Vorgehensweise des bisherigen Ligakonkurrenten und jetzigen Verbandsliga-Aufsteiger FC Holzhausen. "Alles hat vor rund zwei Jahren angefangen, als Holzhausen unseren A-Juniorentorhüter Allan Jasiak holte, ihn zum Vertragsamateur machte, und wir einen guten Nachwuchsspieler nicht mehr zur Verfügung hatten."

Simon Bok schon in der Winterpause weg

Aber es kam noch schlimmer. In der Winterpause wurde Simon Bok abgeworben. "Wir hatten die Hoffnung, dass Bok noch die Runde bei uns zu Ende spielt, aber dann kam zum 31. Dezember des letzten Jahres die Abmeldung und wir hatten einen weiteren Spieler verloren", so Erwin Beck. Insbesondere der neue FCH-Coach Martin Kiefer (früher Jugendtrainer beim SV Zimmern) und dessen Co-Trainer und neuer Sportlicher Leiter Emanuele Ingrao (früher ebenfalls Jugendbetreuer beim SVZ), kennen sich aus, wissen, welches Potenzial in Zimmern heranwächst, und waren die großen Antreiber. "Sie haben beinahe alle unsere Spieler vom Jahrgang 1999, die Martin Kiefer in der Jugend trainierte, angegraben und eben mit Geld gelockt, dass wir in diesem Maße nicht zur Verfügung haben", so Erwin Beck.

Führungsspieler trifft Entscheidung

Zuletzt fiel auch noch Kevin Müller um, mit dem der SV Zimmern fest für die kommende Saison gerechnet hatten. "Er sollte in unserer Mannschaft eine Führungsposition übernehmen. Aber gegen die finanziellen Mittel der Holzhausener und deren Verbandsliga-Aufstieg hatten wir keine Argumente, um die Spieler bei uns zu halten", zeigte Beck auf und muss nun auf den pfeilschnellen Außenspieler künftig verzichten.

"Und dann stellt sich der FC Holzhausen nun hin und rühmt sich, dass er künftig auf junge Spieler baut, die aber von anderen Vereinen ausgebildet wurden. Da werden andere Vereine, aufgrund ihrer guten Jugendarbeit ausgeblutet, dass ist für mich einfach nicht nachvollziehbar", fühlt man sich beim SV Zimmern derzeit als Selbstbedienungsladen.

Auch Schoch und Pantel mit Zimmerner Vergangenheit

Was dem SVZ-Spartenleiter zudem die Sprache verschlug, war das Spiel gegen den FC Holzhausen aus der Vorrunde, das der SVZ, nach einer Galavorstellung mit 4:1 gewann. "Da wurden schon vor der Partie von Verantwortlichen der Holzhausener und deren Trainer Abwerbungsversuche an unseren Spielern unternommen. So etwas finde ich regelrecht charakterlos", bricht es aus Erwin Beck heraus, der sich auch keinen Illusionen hingibt. "Martin Kiefer und sein Co-Trainer werden es auch bis zur Wechselfrist am 30. Juni weiter bei unseren jungen Spielern versuchen. Auch Pascal Schoch und Luca Pantel, der vom südbadischen Bezirksligisten nach Holzhausen wechselte, haben eine Zimmerner Vergangenheit."

Absolut nachvollziehbar sind für den SVZ-Spartenleiter dagegen Abgänge anderer Akteure. "Lars Czerwonka und Fabio Lisera wechseln zum Oberligisten FC 08 Villingen und werden dort, wie auch schon Leo Benz, der nach der vergangenen Saison zu den Südbadenern wechselte und jetzt Stammspieler ist, ihre Chance erhalten. Aus sportlichen Ambitionen ist das nachvollziehbar." Torjäger Christian Braun, der schon lange mit einem Co-Trainerposten liebäugelte, wechselt bekanntlich zum Landesligakonkurrenten SV Wittendorf, der langjährige Kapitän Marcel Eisele wird nach seiner Operation (Arthrose in der Hüfte) wohl kaum mehr Fußball spielen und hat sich als Co-Trainer dem Bezirksligisten SV Winzeln angeschlossen. Auch Tom Schmid, der seit der C-Jugend beim SVZ spielte, steigt als Co-Trainer ins Traineramt ein, nämlich bei der SG Vöhringen (Bezirksliga Nördlicher Schwarzwald). Dazu verlässt mit Nino Eisensteck (Spielertrainer beim FC Hardt) ein weiterer Routinier den SV Zimmern. Um diese Lücken zu kompensieren, ist man auf der Suche nach möglichen Neuzugängen. Daher ist der SV Zimmern derzeit an vielen Fronten aktiv. "Wir wissen natürlich, dass wir noch ein paar neue Spieler brauchen, damit wir in der kommenden Saison konkurrenzfähig sind", so Beck.

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