Der Ball will schon seit Wochen nicht dahin, wo ihn der SV Seedorf (Marvin Roth) haben möchte. Foto: Frank Riedinger

Der Abwärtstrend beim SV Seedorf hält an. Jetzt droht das Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz.

Das wird sich spätestens in der Tabelle nach dem 17. Spieltag widerspiegeln, denn am kommenden Wochenende ist die Mannschaft von Trainer Emanuele Ingrao spielfrei, haben Croatia Reutlingen und der SSC Tübingen die Chance, den SVS hinter sich zu lassen.

 

Starke Leistungen nicht abgerufen

Nach den starken Leistungen gegen Spitzenmannschaften, die zwar knapp verloren gingen, war der SV Seedorf nicht in der Lage, dieses Niveau auf den Platz zu bringen, wenn es gegen Kontrahenten aus der unteren Tabellenregion geht. So am Sonntag beim 0:2 auf dem Mühlheimer „Ettenberg“.

Diese Niederlagen sind besonders bitter und ärgerlich, weiß der SVS-Trainer. Seit Wochen fehlt seiner Mannschaft das Glück beim Torabschluss und dann kommt auch noch reichlich Pech hinzu.

Knackpunkt

„Der Knackpunkt für die Niederlage in Mühlheim war ohne Frage die Gelb-Rote Karte gegen Yannik Scheck kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit“, betont Ingrao, findet, dass es Schiedsrichter Florin Guth mit der Kartenflut in der zweiten Halbzeit übertrieben habe. „Das war überhaupt kein hitziges Spiel“, betont er. Nach vier „Gelben“ gegen den SV Seedorf nach gut einer Stunde, hatte der Schiri in den letzten Minuten der Partie die VfL-Spieler im Visier.

Hochkaräter zur Führung verpasst

Zum „Begleiter“ Pech gehörte in der ersten Halbzeit, dass Jannik Schädle die größte Chance zur SVS-Führung hatte, als er allein vor de, VfL-Torhüter auftaucht, doch sein Abschluss genau in den Armen von Maurice Dehe landete. Pech schon vor dem Spiel, da Harry Föll krankheitsbedingt absagen musste. Zudem auch Harut Arutunjan aufgrund seiner Rückenprobleme nicht wie erhofft mitwirken konnte. Die Ersatzbank des SVS war somit lediglich mit drei Mann besetzt.

Winterpause ersehnt

Praktisch die komplette zweite Halbzeit war der SV Seedorf in Unterzahl, zwischenzeitlich sogar nur zu neunt, da David Benne verletzungsbedingt für einige Minuten außerhalb des Platzes behandelt wurde. „Und doch geben die Jungs alles“, betont Ingrao. Der SVS-Coach sehnt die Winterpause herbei, damit sich vor allem die angeschlagenen Spieler regenerieren können.