Emanuele Ingrao, Trainer des SV Seedorf, der kurz vor Spielende die Gelb-Rote Karte sah, suchte nach dem Abpfiff das Gespräch mit Schiedsrichter Daniel Buck. Foto: Holger Rohde

Die hohe Zahl an Ausfällen machte sich beim SV Seedorf auch im Derby gegen den SV Zimmern bemerkbar.

Bitter deswegen, weil mit etwas Glück sogar Zählbares möglich gewesen wäre. Bei den wenigen Großchancen der Seedorfer „fehlte uns im Abschluss letztlich das Glück“, so Ingrao, um vielleicht ein 3:3 zu erreichen.

 

Aus dem Spiel heraus war die Problemzone auszumachen, da ging für die Heimelf nicht viel. Umso wichtiger waren die Standards, wie beim 1:1 von Youngster David Krizman per Kopf oder beim Sonntagsschuss von Mario Grimmeißen.

SV Seedorf gibt nicht auf

„Wir haben zwar nie aufgegeben und in jeder Halbzeit bis zum Ende alles versucht, ganz zum Schluss hat die Zeit gefehlt. Und Zimmern ist eben auch kein leicht zu bespielender Gegner. Und mit unseren ganzen Ausfällen können wir so etwas nur schwer kompensieren“, fehlt ein Vollblutstürmer wie Harut Arutunjan an allen Ecken und Enden.

Der hat nicht nur Rückenprobleme, „sondern riss sich in Ergenzingen auch Bänder, was er zunächst nicht bemerkte, weil er mit Schmerzmitteln weiterspielte.“

Stress mit Schiedsrichter

Ingrao selber hatte kurz vor dem Ende noch Stress mit dem Schiedsrichter. Nachdem er sich über eine Entscheidung in der Schlussphase aufregte und Gelb bekam, zückte der Unparteiische plötzlich auch noch Gelb-Rot. „Es war aber nicht ich der etwas reingerufen hat, sondern ein Zuschauer.“ Der SVS-Trainer ging deshalb nach dem Abpfiff zum Gespann und suchte das Gespräch, um die Sache aufzuklären.

Ominöser Platz 13

Mit 17 Punkten aus 17 Spielen überwintert der SVS auf dem ominösen 13. Platz, der bei vier Direktabsteigern den Relegationsplatz bedeuten könnte. „Wir sind sicherlich besser als der Tabellenplatz. In vielen Begegnungen waren wir nicht die schlechtere Mannschaft und wir haben das Potenzial, vielmehr Punkte zu holen. Aber die personellen Probleme und Ausfälle die ganze Hinrunde über hinweg haben es schwierig gemacht“, erklärt Emanuele Ingrao und möchte nach der Winterpause mit neuem Elan wieder angreifen in Richtung Klassenerhalt.

Mit einem Spiel weniger als die schlechter platzierten Teams kommt der Nachholpartie gegen den SSC Tübingen (zwei Punkte mehr) im Keller eine besondere Bedeutung zu.