Durchsetztungsvermögen ist vom SV Seedorf (Timmy Haag und Tom Ritzel) gefragt, wenn es gegen Croatia Reutlingen gilt. Foto: Rudolf

Relegation: Mit Optimismus in das Relegationsspiel gegen Croatia Reutlingen. Entscheidung am Sonntag in Gosheim. 

SV Seedorf - Croatia Reutlingen (Sonntag, 15 Uhr beim SV Gosheim). Nachdem der SV Seedorf im ersten Spiel in der Relegation um den Aufstieg in die Landesliga 3 eine beeindruckende Duftmarke gesetzt hat, geht der Vize-Meister der WFV-Bezirksliga Schwarzwald mit berechtigtem Optimismus nun die zweite Aufgabe an.

Es war eine Entscheidung des Willens und der mentalen Stärke, wie sich die Mannschaft des Spielertrainer-Duos Tobias Bea und Tobias Heizmann am vergangenen Mittwoch gegen den Konkurrenten aus dem Bezirk Nördlicher Schwarzwald durchsetzte. In der flotten Partie gegen die SG Herzogsweiler-Durrweiler hatte der SV Seedorf bereits in der ersten Halbzeit genügend Chancen, um die Weichen vorzeitig auf Sieg zu stellen.

Mehrfach fehlte den SVS-Stürmern nur Zentimeter für einen erfolgreichen Torabschluss. In der bis dahin noch offenen Begegnung kamen auch die "Freudenstädter" zu Möglichkeiten und profitierten von einer Einzelleistung ihres Spielertrainers Dein Smajovic, der nach einer halben Stunde zum 1:0 der SG Herzogsweiler-Durrweiler traf.

Ein Rückstand, der den SV Seedorf jedoch keineswegs aus der Bahn werfen konnte. Selbst als man nach 53 Minuten in Unterzahl geriet, nachdem Julian Link die "Ampelkarte" für ein taktisches Foul im Mittelfeld sah. "Manchmal tut einer Mannschaft so ein Rückschlag gut, denn dann kann man erst recht alles oder nichts spielen. Und das haben wir gemacht", sah Christoph Müller, einen positiven Effekt durch die Unterzahl. Der SVS-Kapitän fügt jedoch an: "Für Julian tut es mir natürlich leid. Er war sehr geknickt nach dem Spiel", fehlt der Torjäger somit dem SV Seedorf gegen Croatia Reutlingen.

Längst war bis dahin zu erkennen, dass die SG Herzogsweiler-Durrweiler nach der Halbzeitpause nicht mehr auf Touren kam, wurden konditionelle Defizite offensichtlich. Und bei den Akzenten nach vorn hing vieles allein von deren Spielertrainer ab. Die SG konnte selbst mit ihrer Überzahl nichts anfangen, daraus Kapital schlagen, während die intakten Strukturen beim SV Seedorf auch zu Zehnt funktionierten.

Einmal mehr griff der SV Seedorf auf sein probates Mittel, rückte Tobias Heizmann vom Abwehrzentrum an vorderste Front und schaltete sich in die Offensive ein. In den letzten 30 Minuten dieser Begegnung hatte die SG Herzogsweiler-Durrweiler dem Willen und geballten Offensivdrang des SV Seedorf nichts mehr entgegenzusetzen.

Die Belohnung für den Vize-Meister aus der WFV-Bezirksliga Schwarzwald ist nun, dass am Sonntag, 16. Juni, die zweite Chance besteht, um den Aufstieg in die Landesliga 3 zu realisieren. Gegner ist dann Croatia Reutlingen, das sicher eine andere Qualität haben wird. Der Vize-Meister aus dem Bezirk Alb ging zwar als Favorit gegen den SV Deckenpfronn ins Spiel, musste aber über die Verlängerung und Elfmeterschießen gehen, bis man die Hürde nahm. Die Reutlinger haben damit einige Körner mehr verloren, die beim nächsten Duell auf dem Heuberg fehlen könnten. Während sich Croatia in Herrenberg zum Sieg gegen den SV Deckenpfronn "quälte", geht der SV Seedorf moralisch gestärkt in das zweite Relegationsspiel. Und die SVS-Spielertrainer geben sich überzeugt, dass die mentale Stärke ihrer Mannschaft erneut den entscheidenden Ausschlag geben kann.

Doch Christoph Müller gibt zu bedenken: "Was uns jetzt mit dem nächsten Gegner erwartet kann ich nicht sagen. Ich schätze die Liga der Reutlinger sehr stark ein. Wir müssen wieder einen super Tag erwischen, dann kann es vielleicht klappen. Die Relegation in die Landesliga ist unglaublich hart."