Xherdan Shaqiri scheitert gegen den FC Lugano vom Elfmeterpunkt. Foto: Grant Hubbs (Archiv)

In der Schweizer Super League muss sich der FC Basel zuhause gegen den FC Lugano mit 0:1 geschlagen geben. Starspieler Xherdan Shaqiri steht dabei zweimal im Mittelpunkt.

Der FC Basel hatte nach der 1:3-Auswärtsniederlage im August gegen den FC Lugano noch eine Rechnung offen. Allerdings zogen die Rotblauen auch im zweiten Aufeinandertreffen mit den Tessinern den Kürzeren.

 

Zu Beginn kontrollierten die Hausherren die Partie und der Ball rollte so gut wie nur in der Hälfte der Gäste. Der erste große Aufreger ereignete sich nach knapp 20 Minuten, als beim Flankenversuch des Basler Top-Scorers Xherdan Shaqiri der Ball an der Hand von Mattia Zanotti landete. Schiedsrichter Urs Schnyder zeigte sofort auf den Punkt, allerdings wurde diese Entscheidung nach Überprüfung des VAR zurückgenommen.

Kurz darauf kam es durch den Luganesi Uran Bislimi zur nächsten strittigen Handszene im Strafraum der Gäste. Diesmal war es ein glasklarer Elfmeter. Shaqiri übernahm die Verantwortung für sein Team und trat selbsicher zum Penalty an. Jedoch antizipierte Torhüter Amir Saipi die Ecke und parierte den Strafstoß (27.). Es war erst der zweite Elfmeter den Xherdan Shaqiri im Trikot des FC Basel verschoss.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kam es zu keinen weiteren nennenswerten Höhepunkten und beide Mannschaften gingen torlos in die Kabine. Kurz nach Wiederanpfiff musste sich Torhüter Marvin Hitz zum ersten Mal richtig beweisen, als dieser einen ansatzlosen Schuss vom Luganesi Daniel dos Santos gerade noch so um den rechten Pfosten lenkte.

Die „Bebbi“ ließen sich von der Szene allerdings nicht beeindrucken und erarbeiteten sich Stück für Stück mehr Spielanteile. Mitte des zweiten Durchgangs holte Ex-Nati Shaqiri nach einer starken Einzelaktion, eine Ecke für sein Team heraus, die er auch selbst ausführte.

Die Kugel landete jedoch nicht wie geplant bei einem seiner Mitspieler, sondern direkt vor den Füßen des französischen Flügelspielers Yanis Cimignani, der sofort einen Konter lancierte. In der Folge liefen nun vier Luganesi auf einen Basler zu und nach einer Hereingabe von dos Santos in die Mitte des Strafraums lenkte Stürmer Kevin Behrens das Leder per Grätsche zum 1:0 in den Basler Kasten (62.).

Der Gegentreffer war ein Weckruf für den FCB. Von nun an spielten die Basler mit deutlich mehr Zug zum Tor und versuchten, den Druck auf die Defensive der Tessiner stetig zu erhöhen.

In den Schlussminuten ereignete sich zum dritten Mal eine strittige Handspielsituation im Strafraum der Luganesi: Nach einem Freistoß von Unglücksrabe Shaqiri klatschte der Ball durch einen Kopfball von Daniliuc an die Hand von Verteidiger Antonios Papadopoulos. Schnyder zeigte jedoch nicht auf den Punkt, sondern pfiff stattdessen ein Stürmerfoul von Arlet Junior Ze. Kurz darauf war Schluss. Der FC Lugano brachte die knappe Führung über die Zeit und fügte dem FCB die zweite Heimniederlage der Saison zu.

Somit verpasste die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin den Vorsprung auf Platz zwei auszubauen und gleichzeitig näher an den Erstplatzierten FC Thun heranzurücken.