Der Brand im Kabinentrakt hat den FC Basel in der vergangenen Woche tief getroffen.
Ein Brand, der weit über verbrannte Wände hinausgeht: Der FC Basel steht nach dem Feuer im Kabinentrakt des St. Jakob-Parks vor einer außergewöhnlichen Herausforderung. Mitten in der entscheidenden Phase der Saison wird der Traditionsklub organisatorisch, sportlich und mental jäh aus dem Alltag gerissen.
Das Feuer zerstörte zentrale Bereiche der Infrastruktur: Garderoben, Materialräume und medizinische Einrichtungen wurden schwer beschädigt. Für die FCB-Profis bedeutet das einen Alltag im Provisorium. Trainingsbetrieb ja, aber unter Bedingungen, die mit professionellem Spitzensport nur noch wenig zu tun haben.
Sportlich kommt der Rückschlag zur Unzeit. Nach einer ohnehin durchwachsenen Saison kämpfen die Basler um Stabilität und Anschluss. Der eingeschlagene Weg unter Trainer Stephan Lichtsteiner droht nun ins Wanken zu geraten. Statt sich ausschließlich auf Leistung und Ergebnisse zu konzentrieren, bestimmen plötzlich organisatorische Fragen den Tagesablauf.
Und dennoch: Gerade in solchen Momenten zeigt sich der Charakter einer Mannschaft. Innerhalb des Klubs ist bereits ein spürbarer Zusammenhalt zu erkennen. Spieler, Trainerstab und Verantwortliche rücken enger zusammen, versuchen, aus der Not eine Tugend zu machen.
Auch im Umfeld sorgt der Brand für große Solidarität. Fans, Partner und ehemalige Spieler haben ihre Unterstützung signalisiert. Ein wichtiges Zeichen in einer Phase, in der sportlicher Erfolg zwangsläufig in den Hintergrund rückt.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie widerstandsfähig der FC Basel wirklich ist. Klar ist: Dieser Einschnitt wird Spuren hinterlassen. Doch ebenso bietet er die Chance, als Einheit gestärkt aus der Krise hervorzugehen.
Der Ball wird wieder rollen im „Joggeli“. Die Frage ist nur: In welcher Verfassung? Bälle, Schuhe, Technik und medizinische Ausrüstung wollen ersetzt sein. Der FCB hat nun Zuflucht auf dem Campus gefunden.
Die Vorbereitung auf die nächste Partie, das Nachholspiel gegen den FC Thun am 18. April um 20.30 Uhr in der Stockhorn-Arena, wird somit in einem professionellen Rahmen stattfinden können.
Fraglich ist aber, ob der FCB sein nächstes Heimspiel im Joggeli wird durchführen können. Dieses soll am Sonntag, den 26. April, gegen den FC Sion stattfinden. Laut Sportdirektor Stucki könnte es knifflig werden, die Kabinen bis dahin wieder so herzurichten, dass ein Spiel ausgetragen werden kann.