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Fußball Steven Ukoh möchte an beste Zeiten anknüpfen

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Steven Ukoh schaute sich in unserer Redaktion auch die Berichterstattung über das letzte DFB-Pokal-Spiel des FC 08 an. Foto: Wiedemann

Steven Ukoh schaut sich erst einmal in Ruhe in unserer Villinger Sport-Redaktion um. Schnell entdeckt der Neuzugang der Nullachter zwei unserer Zeitungsseiten vom DFB-Pokal-Hit des Oberligisten gegen Schalke 04 aus dem Jahr 2016. Mit großen Namen kennt sich der 28-Jährige aus.

Erst einmal aber einen Kaffee – ohne Milch und Zucker. Immerhin ist es erst 9.25 Uhr an diesem Montagvormittag. "Ich war zuvor mit meiner Freundin Nadra in Villingen noch etwas shoppen", sagt der Mittelfeldspieler und lacht.

"Hier entsteht etwas"

Überhaupt – Steven Ukoh lacht viel. Ohne Humor geht beim ehemaligen nigeranischen Nationalspieler nichts. Dieser fühlt sich im Schwarzwald schon fast etwas heimisch. "Ich wohne in Mönchweiler, dort gefällt es mir sehr. Und der FC 08 hat mich einfach super aufgenommen", stellt der Hip-Hop-Fan klar. Doch damit hatte der 28-Jährige auch insgeheim gerechnet. "Ich war ja in der vergangenen Saison schon beim Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers im Friedengrund", wusste der in Bern geborene angehende Jurist nach Gesprächen mit Coach Jago Maric und weiteren Verantwortlichen, was ihn in Villingen erwartet.

Ein Doppelbürger

"Und natürlich auch, was der Verein von mir erwartet", will Ukoh dem Oberligisten "einfach helfen", seine ambitionierten Ziele zu erreichen. "Hier entsteht etwas. Das merkt man", waren die Zukunftsperspektiven der Villinger, die sich schon im vergangenen Winter um eine Verpflichtung bemüht hatten, ein Hauptgrund für den Wechsel in den Schwarzwald. "Und zudem wollte ich unbedingt nach Deutschland", sieht Steven Ukoh, der bei den Villingern einen Einjahresvertrag unterschieben hat, die Oberliga-Saison 2019/20 auch als Chance an, sich eventuell für höhere Ligen zu empfehlen. Dass er die fußballerischen Fähigkeiten dazu hat, ist logisch. Immerhin hat er in der Challenge League – der zweithöchsten Klasse in der Schweiz – 86 Spiele bestritten, dabei zwölf Treffer bejubelt. "Die meisten davon habe ich für den FC Biel-Bienne erzielt", sieht der Sohn einer Schweizerin und eines Nigerianers die Zeit von 2012 bis 2015 als seine bisher besten Fußball-Jahre an. "Da lief es wirklich sehr gut. Und plötzlich gab es die Möglichkeit, für Nigeria Länderspiele zu bestreiten", musste der Doppelbürger aber erst einmal genau abwägen, ob er für das Heimatland seines Vaters spielen möchte. "Immerhin hatte ich alle U-Nationalmannschaften der Schweiz durchlaufen", entschied sich Steven Ukoh dann aber doch für das grüne Trikot der "Super Eagles".

Bei den "Super Eagles"

"Und dies war die richtige Entscheidung", wird der Villinger Neuzugang seine vier Länderspiele gegen Südafrika, Uganda, Jemen und die Elfenbeinküste nie vergessen. Kein Wunder, dass der Mittelfeldspieler, der sich besonders auf der Achterposition wohlfühlt, bei einigen höherklassigen Vereinen auf den Zetteln stand.

Doch dann verletzte sich der Kino-Fan in der Vorbereitung auf ein Quali-Spiel für den Afrika-Cup gegen Tschad im Sommer 2015 schwer am Knie. Eine lange Zwangspause war die Folge.

Schwere Knieverletzung

"Das war eine sehr schwere Zeit. Da war es umso wichtiger, dass ich schon immer zweigleisig gefahren bin", stürzte sich Ukoh noch intensiver in sein Jurastudium. Den Bachelor machte er in Bern, im kommenden Sommer will er den Masterabschluss in der Tasche haben. "Deshalb suche ich auch noch in Villingen und Umgebung einen Nebenjob im juristischen Bereich", ist die angewandte Rechtswissenschaft für den 28-Jährigen die perfekte Ergänzung zum Fußball. "Priorität hat aber der FC 08. Das zweite Standbein ist die Justiz", stellt der 28-Jährige klar.

An der Seite von Shaqiri

Dieser erlernte im Alter von fünf Jahren beim FC Bethlehem aus Bern das Fußball-Einmaleins. "Fünf Jahre später bin ich dann zu den Young Boys gewechselt", verbesserte der Standard-Spezialist beim 13-maligen Schweizer Meister seine fußballerischen Fähigkeiten. Schnell wurden auch die Trainer der U-Nationalmannschaften auf Ukoh aufmerksam. Insgesamt stand der Mittelfeldspieler in 43 Nachwuchsländerspielen auf dem Rasen. "Ein Höhepunkt war sicher die U17-EM im Jahr 2008 in der Türkei", spielte der Neu-Villinger damals an der Seite von Xherdan Shaqiri oder Admir Mehmedi. Gegenspieler waren Thiago Alcantara (Spanien) oder Alexandre Lacazette (Frankreich). "Auch gegen Eden Hazard habe ich schon gespielt", verfügt Ukoh also über große internationale Erfahrung.

Das Comeback

Bevor der Berner aber so ganz in seiner Karriere durchstartete, kam eben die schwere Knieverletzung dazwischen. Im Herbst 2017 feierte er beim damaligen Viertligisten aus Solothurn sein Comeback. Über den Drittligisten La Chaux-de-Fonds ging es in der Winterpause zurück nach Solothurn. "Und nun freue ich mich riesig auf Villingen", möchte der 28-Jährige in der Oberliga Baden-Württemberg noch einmal so richtig durchstarten.

Das DFB-Pokal-Spiel

Und natürlich auch im DFB-Pokal am 10. August, wenn die Nullachter Fortuna Düsseldorf empfangen. "Das wird natürlich ein großes Highlight", schaut sich Steven Ukoh noch einmal genau die Berichte über den letzten Auftritt der Nullachter auf nationaler Wettkampfebene in unserer Redaktion an. "Doch nun ist Zeit für neue Schlagzeilen des FC 08", schmunzelt der Mittelfeldmann, bevor er seine Freundin Nadra zum Bahnhof bringt.

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