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Fussball Spurensuche nach deftiger Heimpleite

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Vergeblich gehechtet: VfL-Schlussmann Matthias Müller hatte bei keinem der fünf Böblinger Treffer eine echte Abwehrchance. Foto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder Bote

6:0 zu Hause gegen den TV Darmsheim, 4:0 beim TSV Ehingen, da waren die Erwartungen beim VfL Nagold vor dem Landesligaspiel gegen die Sportvereinigung Böblingen groß, zumal die Gäste ohne gelernten Torhüter zum angereist waren.

Doch Plan ist Plan, und Realität ist Realität, was am Sonntagnachmittag im Reinhold-Fleckenstein-Stadion passiert ist, dürften zumindest die Anwesenden so schnell nicht vergessen.

Mit einem weiteren Zu-null-Spiel hatte man in Nagold insgeheim spekuliert – und es sollte tatsächlich auch ein Zu-null-Spiel werden, allerdings mit der Null auf der "falschen" Seite: 0:5 nach 90 Minuten, nicht nur VfL-Trainer Armin Redzepagic wähnte sich im falschen Film, zumal es ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe war, in dem die Nagolder keinesfalls die schlechtere Mannschaft waren.

Die Spurensuche auf dem Nagolder Kunstrasen war jedoch schnell beendet. Den vergebenen Foulelfmeter wollte Armin Redzepagic erst gar nicht groß herausstreichen. "Solche Tage gibt es im Fußball. Das ist schon ganz anderen Mannschaften als uns passiert."

Waren es nun sieben oder acht Schüsse, die Matthias Müller auf seinen Kasten bekam? Das Nachkarren ist müßig. Fakt ist, fünf waren drin und der Nagolder Keeper war dabei so etwas von machtlos. Selbst das 3:0, erzielt von Endrit Syla, bei dem Müller zu weit vor seinem Kasten gestanden hatte, ist ihm nur schwer anzulasten. Denn aus dieser Entfernung – praktisch aus dem Nichts – einfach drauf zu halten, das ist schon eine Kunst.

Wenn solche Ergebnisse im Fußball auch immer wieder an der Tagesordnung stehen, so gilt es doch festzuhalten, dass der VfL Nagold über die komplettem 90 Minuten keine Lösung fand, sich gegen die sehr hoch verteidigenden Böblinger zu wehren.

Die risikoreiche Taktik der Gäste war aus der Not geboren. Ohne gelernten Torhüter und mit einem Feldspieler im Kasten spielend, wollte SVB-Trainer Thomas Siegmund das Spiel so weit wie möglich vom eigenen Strafraum fernhalten. Das gelang dank einem laufstarken und extrem engmaschigen Mittelfeld.

Dazu kommt, die Böblinger sind alles technisch beschlagene Kicker, die auch in bedrängten Situationen kontrolliert den Ball spielen können. Ein sehr gutes Spiel machten die kopfballstarken Simon Lechleitner und Maximilian Frölich (hinten zentral), der umsichtige Daniel Fredel (Mittelfeld) und der überragende Endrit Syla (Offensiv). Während die Nagolder Offensivbemühungen über die Mitte in schöner Regelmäßigkeit am Duo Lechleitner/Frölich scheiterten, endeten die über die Außenpositionen meist im Abseits.

Die Böblinger sind an der Aufgabe gewachsen, machten die Tore zum richtigen Zeitpunkt, hatten etwas Glück beim Elfmeter und stellten mit dem 5:0 die "Ehre" der Vereine aus dem Kreis Böblingen wieder her.

Alles nicht so schlimm: Der VfL Nagold kann, wenn auch auf den vierten Platz abgerutscht, mit dieser Pleite leben. Was die Nagolder aus dieser Partie jedoch mitnehmen müssen, ist der Umstand, dass es in den nächsten Wochen (und Monaten in der Rückrunde) unter Umständen zu Nachahmern von dieser Taktik kommen könnte. Das Nagolder Trainerduo Armin Redzepagic/Pascal Reinhardt muss mit der Mannschaften für solche Situationen Lösungen erarbeiten.

Am Sonntagnachmittag jedenfalls wirkten alle zusammen ziemlich ratlos.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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