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Fußball Kampf um den Ligaverbleib

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Tobias Weißhaar (links) lässt sich beglückwünschen. Der Nullachter erzielte im Hinspiel den einzigen Treffer. Foto: Eibner Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Michael Eich

FC 08 Villingen – Freiburger FC (Dienstag, 18 Uhr/Hinspiel 1:0). Für den FC 08 steuert die Dramatik im Kampf um den Ligaverbleib mit der Heimpartie gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Freiburger FC auf einen ersten Höhepunkt zu.

Versprechen. "Wenn ihr am Mittwoch in Freiberg gewinnt, gibt es von uns etwas für euch", versprach 08-Coach Jago Maric seinem Hollenbacher Kollegen Ralf Stehle nach dem 2:0-Erfolg der Villinger. Der FSV-Trainer rätselt aber über die momentane Durststrecke seines Teams. Derweil nahm der Hollenbacher Torwart Karel Nowak das Gegentor von Müslüm Yelken per Bogenlampe aus 40 Metern sportlich. Er gratulierte dem Villinger nach dem Abpfiff. "Da war auch noch ein bisschen Wind dabei", so Nowak.

Planung. Da nicht klar ist, in welcher Liga der FC Villingen in der nächsten Saison spielt, gestalten sich auch die Planungen von Martin Braun, dem Sportlichen Leiter der Nullachter, nicht einfach. Mit 25 Akteuren aus dem Gesamtkader von Oberliga-Elf und Landesliga-Team wurde bereits eine Einigung erzielt. "Weitere Spieler schauen natürlich, ob wir in der kommenden Runde weiter in der Oberliga spielen. Wir haben aber auch ein paar externe Kontakte", deutete er erste Gespräche mit möglichen Wechselkandidaten an.

Nervenspiel. Neben dem Kampf um den Klassenerhalt sorgt auch das Duell um die Meisterschaft und den damit verbundenen Direktaufstieg in die Regionalliga für Spannung pur in der Oberliga. Nachdem der Tabellenzweite aus Nöttingen am Freitag in Kehl nur 1:1 spielte, verlor Spitzenreiter Ulm am Sonntag gegen den KSC II im Wildparkstadion mit 0:1. Dadurch besitzen die "Spatzen" drei Spieltage vor dem Ende nur noch einen Zähler Vorsprung. Sogar der Dritte – der FSV Bissingen – hat bei fünf Punkten Rückstand noch theoretische Chancen auf die Vizemeisterschaft.

Rückkehr. Beim abstiegsbedrohten SGV Freiberg, zu dem der FC Villingen am letzten Spieltag reist, kehrt für die neue Runde, egal in welcher Liga, Ramon Gehrmann (41) als Trainer zurück. Er hatte die Wasenkicker recht kurzfristig vor Saisonbeginn in Richtung Nachwuchsabteilung des Karlsruher SC verlassen. Dort war er zuletzt für die Betreuung der U17-Bundesliga-Junioren zuständig Gehrmann wird wohl zudem ab Juni die Ausbildung zum Fußball-Lehrer an der Sportschule Hennef zu beginnen.

  Freiburger FC Für den am 17. Dezember 1897 gegründeten Freiburger FC war der Gewinn der deutschen Meisterschaft im Jahr 1907 ein erster Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Im süddeutschen Raum spielte der FFC anschließend immer eine bedeutende Rolle. Dies setzte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg fort. Von 1963 bis 1973 hielten sich die Freiburger beständig in der Regionalliga Süd. Dort gab es auch immer wieder zum Teil hitzige Duelle mit dem FC Villingen. Im Jahr 1969 scheiterte der FFC nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga. Ab 1974 machten die Freiburger eine Achterbahnfahrt mit. Nach dem Tod des Vorsitzenden und Mäzens Rolf Jankovsky 1980 geriet der Verein in finanzielle Turbulenzen, stieg 1982 von der 2. Bundesliga in die Oberliga ab. Ungeachtet der Schulden von 1,8 Millionen Mark wurde ein Konkurs verhindert. Sportlich endete die Talfahrt 1999 in der Landesliga. Gleichzeitig musste das Möslestadion an den Lokalrivalen SC Freiburg verkauft werden. Im Sommer 2014 war schließlich mit Trainer Ralf Eckert, einem Ex-Profi des SC Freiburg, die lange ersehnte Rückkehr in die Oberliga perfekt. In der vergangenen Saison entgingen die Breisgauer – ähnlich knapp wie der FC Villingen – auf dem 15. Platz nur knapp dem Abstieg. Bester Torschütze bei den Breisgauern ist Ridje Sprich mit stolzen 14 Treffern – vor Mike Enderle (6) und Fabian Sutter (5). Auswärts hat der FFC in 15 Spielen 14 Punkte (14:25 Tore) geholt.

Veränderungen im Winter:

Zugänge: Bilal Dirani (SV Jechtingen), Benedikt Martens (FC Freiburg-St. Georgen), Dominik Sandor (Bahlinger SC II).

Abgänge: Larglind Rama, Mario Gutmann (SV Kirchzarten), Marvin Lais (VfR Hausen), Rachid Gueddin (Offenburger FV).

Die beiden südbadischen Rivalen haben am Wochenende jeweils ihre Auswärtspartien gewonnen. Der FFC hat aber vor dem drittletzten Spieltag einen Zähler mehr auf dem Konto und belegt den 13. Platz. Die Nullachter sind Drittletzter, können nun mit einem Sieg die Breisgauer hinter sich lassen.

Dem Villinger Trainer Jago Maric fiel zunächst einmal nach dem 2:0-Sieg in Hollenbach ein dicker Stein vom Herzen. "Jetzt haben wir alles noch selbst in der Hand", macht er angesichts der drei ausstehenden Spiele gegen unmittelbare Konkurrenten im Bemühen um den Klassenerhalt deutlich.

Er hofft, dass sich seine Spieler schnell von der zurückliegenden "englischen Woche" regenerieren. Zudem sind einige seiner Akteure leicht angeschlagen. Benedikt Haibt konnte in Hollenbach aufgrund von muskulären Problemen nicht in der Startelf auflaufen. Der Angreifer kam dann aber im zweiten Durchgang, als beim 1:0-Torschützen Müslüm Yelken die Kräfte schwanden, noch zum Einsatz. "Hätte ich von Beginn an gespielt, wäre dies zu riskant gewesen. Wenn bei mir irgendetwas reißt, ist die Saison vorbei", stellt Haibt klar.

Eine Viertelstunde nach der Pause klagte in Hollenbach Gian-Luca Reho über ein Ziehen in der Leiste. Auch bei ihm ging Maric keinerlei Risiko ein. Er wechselte Reho, für den Daniel Wehrle kam, aus. Zumindest Alexander Sopelnik, der am Samstag aus beruflichen Gründen gefehlt hatte, dürfte heute wieder zur Verfügung stehen.

"Jetzt wollen wir gegen Freiburg natürlich auch gewinnen, zumal wir ein Heimspiel haben", betont Maric. Er weist aber darauf hin, dass der von Ralf Eckert trainierte FFC zuletzt gegen Hollenbach (3:1) und in Reutlingen (1:0) gewonnen hat. Mit Ridje Sprich (14 Treffer) besitzen die Breisgauer zudem einen gefährlichen Torjäger. "Die Freiburger spielen einen guten Fußball. Sie verlieren nie ihre Linie", denkt Maric.

Im Saisonendspurt setzen die Nullachter auch auf die Zuschauer. "Man hat gesehen, was möglich ist, wenn wir als Mannschaft auftreten und auch das Publikum hinter einem steht", äußerte sich Kapitän Benjamin Barg nach dem Pokalsieg gegen den Bahlinger SC.

Martin Braun, der Sportliche Leiter, erwartet ebenfalls eine ansprechende Kulisse. "Ich glaube, wir haben gegen Bahlingen gute Werbung für unsere beiden letzten Heimspiele betrieben."

 
 

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