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Fußball SC Freiburg: Vorfreude, aber auch Wehmut

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Gute Stimmung im Schwarzwald-Stadion. Foto: Bamberger

Der SC Freiburg hat mit einem Spiel gegen den italienischen Erstligisten Cagliari Calcio die Saison eröffnet – die letzte, in der die Freiburger im Schwarzwald-Stadion kicken.

Freiburg. Wehmut war am Wochenende auf dem Gelände des Sportclubs nur ein klein wenig zu spüren, Vorfreude und Hoffnungen überwogen.

Der SC hatte das Drumherum um die Saisoneröffnung im Vorfeld ganz bewusst nicht als Fest beworben. Es gebe nur ein "kleines Rahmenprogramm", hieß es. Das aber reicht den meisten, vor allem Familien haben sichtlich Spaß. Mit Mundschutz sprayt die vierjährige Amelie unter Anleitung und mit Schablone "Sportclub" auf einen weißen Turnbeutel. "Sie hat ein bisschen weniger daneben gesprüht als ich", sagt ihr Bruder Julian. Die beiden sind zum ersten Mal im Stadion, einen Lieblingsspieler haben sie schon. "Nils Petersen, weil der so viele Tore schießt", sagt Amelie.

Neben Torwandschießen, Tischkickern oder Kettenbasteln zieht vor allem eine Attraktion die Fans an: der Mannschaftsbus. Die Schlange davor ist beträchtlich, aber für die Enkelkinder hat sich das Warten gelohnt, sagt Johannes Jörger. Die beiden sitzen Probe auf den schicken Ledersitzen. "Der kann mit dem Bayernbus mithalten", sagt der 58-jährige Freiburger. Manche Besucher interessieren sich da eher für die Sportwagen der SC-Profis, die vor dem Stadion parken und in der Sonne glänzen. Derweil fährt der Gästebus vor, aus den Lautsprechern tönt Eros Ramazzotti.

Kurz vor Anpfiff ist im Gästeblock nicht viel los. Einer, der kräftig die sardische Flagge schwenkt, ist Marcello Frau. Der 57-Jährige, der mit seiner Familie in Darmstadt lebt, stammt gebürtig aus Cagliari, Sardiniens Hauptstadt. Von dort ist er mit seiner Frau Imma und seiner Tochter Serena aus dem Urlaub zurückgekommen – und macht nun einen Zwischenstopp im Schwarzwaldstadion, um seine Mannschaft spielen zu sehen. "Es ist uns egal, wer gewinnt", sagt er, "schließlich ist es ein Freundschaftsspiel."

Diesmal kein Videobeweis

Und dann gibt’s erst mal Applaus von allen Seiten, als der Stadionsprecher verkündet, dass es diesmal keinen Videobeweis gibt. Nach der ersten Halbzeit von Spiel Nummer eins ist Mike Trenkle zufrieden: "Sieht gut aus", sagt der 29-Jährige aus Oberschopfheim, der den Kick in seinem Rollstuhl verfolgt. Für die neue Saison hofft er – wie alle, die man fragt – auf den Klassenerhalt. "Und dann geht’s endlich ins neue Stadion."

Etwas wehmütiger ist da Sven Burchert. Für den 46-jährigen Ordner, der früher Trommler beim SC war, ist das Schwarzwald-Stadion noch immer das Dreisamstadion. "Im neuen Stadion gibt’s aber noch mal ganz neue Möglichkeiten." Auch sein Wunsch lautet: nicht absteigen.

Einer, der den neuen Kader offenbar schon gut kennt, ist Andreas Meller. Sogar die Namen der beiden koreanischen Spieler hat der 24-jährige Freiburger parat: "Wooyeong Jeong und Chang-Hoon Kwon, von denen erhoffe ich mir echt viel", sagt er. Seine Tochter Leonie beschäftigt sich derweil lieber mit ihrer Stadion-Bratwurst.

"Wir kommen jedes Jahr zur Saisoneröffnung", sagt Melanie Jahnz. Für die Kinder sei es etwas Besonderes – "und es geht nicht so rau zu", erklärt die 39-Jährige, die mit ihren Patenkindern und ihrem Sohn Luis den SC anfeuert. Mit dem 14-jährigen ist Luis sie fast an jedem Heimspiel im Schwarzwald-Stadion. "Gutes Mittelfeld wäre schön", sagt sie mit Blick auf die Tabelle.

Auf den Schultern seines Papas sitzt ein kleiner blonder Junge, auf seinem Rücken steht: "Erstklassig."

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