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Fußball SC Freiburg: Streich jubelt über spätes 2:2

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Freiburgs Christian Günter (l) und Dortmunds Achraf Hakimi (r) im Laufduell um den Ball. Foto: Patrick Seeger/dpa Foto: dpa

Vizemeister Borussia Dortmund hat in der Bundesliga zum dritten Mal in Serie eine Führung aus der Hand gegeben und gegen den formstarken SC Freiburg 2:2 (1:0) gespielt.

Der eingewechselte Vincenzo Grifo traf in der 90. Minute aus ganz spitzem Winkel Dortmunds Verteidiger Manuel Akanji, von dessem Bein der Ball zum Ausgleich ins Tor rollte und der Mentalitätsdebatte rund um den BVB neue Nahrung einbrachte. Freiburg bleibt durch den Punktgewinn und die beiden ersten Heimtore gegen Dortmund seit mehr als sieben Jahren in der Tabelle der Fußball-Bundesliga vor den Borussen und steht nun punktgleich mit Spitzenreiter FC Bayern München auf Rang zwei. Der BVB ist Siebter.

In der am Ende leidenschaftlich geführten Partie vor 24 000 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion hatten Axel Witsel (20.) und Achraf Hakimi (67.) den BVB zwei Mal in Führung geschossen. Luca Waldschmidt traf vor seiner Reise zur deutschen Nationalmannschaft nach 55 Minuten zum 1:1.

Mit Mario Götze in der Startelf und dem Doppeltorschützen von Pragerneut als Linksaußen versuchte BVB-Trainer Favre den Schwung des 2:0-Erfolgs in der Champions League gegen Prag mit nach Freiburg zu nehmen. Götze aber konnte seine Chance nicht nutzen - und der taktische Plan war zudem früh kaputt. Denn Dortmund musste schon nach 14 Minuten umstellen. Weil Lukasz Piszczek sich verletzte kam Julian Brandt, ging auf Hakimis Position und der Marokkaner rückte in die Viererkette.

Kurz darauf gingen die ballsicheren Gäste dennoch in Führung. Witsel nahm eine von Thorgan Hazard getretene Ecke volley und nagelte den Ball unhaltbar für SC-Torwart Alexander Schwolow ins Netz. Dortmund hatte auch danach wie erwartet mehr Spielanteile, schwebte bei Freiburger Kontern aber mehrfach in höchster Gefahr. Die Gastgeber mussten zwar wie erwartet oft eine hohe Leidensbereitschaft beim Verschieben zeigen, waren im Moment der Balleroberung nach dem besten Saisonstart der Vereinsgeschichte aber sofort selbstbewusst und suchten den direkten Weg nach vorne.

Vor allem Waldschmidt, der tags zuvor zum zweiten Mal für die Nationalmannschaft nominiert wurde und nach zuletzt drei Partien als Einwechselspieler anstelle von Nils Petersen in die Startelf rückte, war eine Bedrohung für den Dortmunder Kasten. Sowohl ihm selbst (17./40./50.) als auch dem von ihm in Szene gesetzten Freiburger Kapitän Christian Günter fehlten aber lange stets wenige Zentimeter (25.) und Freiburgs Trainer Christian Streich musste fast eine weitere Stunde auf das erste Heimtor seiner Amtszeit gegen den deutschen Vizemeister aus Dortmund warten.

Nach 55 Minuten machte es Waldschmidt aber besser und beendete die siebeneinhalb Jahre anhaltende Durststrecke mit dem Ausgleich. Nach Vorarbeit von Jonathan Schmid platzierte der 23-Jährige den Ball aus 17 Metern rechts unten im Eck - und Freiburg war virtuell plötzlich punktgleich mit Tabellenführer FC Bayern München.

Dortmund schien angeschlagen und ließ sich von Freiburg minutenlang in die eigene Hälfte drängen. Nach den zuletzt aus der Hand gegebenen Siegen gegen Frankfurt und Bremen (je 2:2) und der daraus resultierenden Mentalitätsdebatte war der BVB offenbar beeindruckt. Lange währte die Phase aber nicht. Hakimis scharfe Hereingabe rutschte von Lukas Küblers Wade ins Tor und brachte Dortmund wieder in Führung. Freiburg gab sich aber nicht geschlagen, drückte immer wieder in Richtung Tor und belohnte sich durch Grifos Glücksschuss.

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