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Fußball SC Freiburg kann auch auswärts

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Pure Freude: Freiburgs Siegtorschütze Luca Waldschmidt (Zweiter von rechts) wird von seinen Mitspielern gefeiert. Foto: Weihrauch/dpa

Beim dritten Versuch hatte Christian Streich endlich Glück. Eine Ordnerin half ihm nur zu gerne mit ihrem quietschgelben Feuerzeug aus – und der Trainer des SC Freiburg steckte sich nach der Aufregung im Stadion eine Zigarette an.

Danach war er bereit zum Tiefstapeln. "Ich schlafe gut! Weil unser Abstand zum Drittletzten gut ist", sagte Streich ernst, "das, und nur das, ist entscheidend." Dabei mischt der kleine Sport-Club derzeit bei den Großen ordentlich mit: als Tabellendritter und Überraschungsmannschaft der Liga, mit 13 Punkten aus sechs Spielen. Zwei mehr als zum Beispiel Borussia Dortmund.

Ein kleiner Bayern-Jäger? Naja. Das 2:1 (1:1) bei Fortuna Düsseldorf war beileibe kein Glanzstück. "Es war eklig. Ein Kampfspiel – und die muss man eben gewinnen", sagte Verteidiger Christian Günter. Insofern war es die perfekte Antwort auf das 1:1 zuletzt gegen den FC Augsburg, wie Günter ironisch anmerkte: "Jetzt sind wir im Titelrennen wieder voll dabei..."

Der Matchwinner von der Bank war auf der Linie seines Trainers. Es seien wichtige drei Punkte, klar, sagte Luca Waldschmidt, dessen "herausragendes Tor" (Streich) in der 81. Minute das Spiel entschieden hatte: "Die vielen Punkte fühlen sich schön an, aber wir schauen nicht auf die Tabelle." Der dritte Platz "interessiert mich nicht", sekundierte Dominique Heintz. Was aber alle interessierte und erstaunte: Der SC Freiburg gewinnt plötzlich Auswärtsspiele in Serie. Zwei Siege waren es in der gesamten Saison 2018/19 – deren drei sind es nach drei Auswärtsspielen der laufenden Saison! "Das sind wir so gar nicht gewohnt", sagte Günter, zumal es die Badener laut Heintz inzwischen auch mal dreckig können: "In Düsseldorf gewinnst du nicht mit Schönspielerei."

Streich will keinerlei Euphorie aufkommen lassen. "Wenn uns eines jetzt hilft, dann ist das: Ruhe", betonte er. Wie richtig er liegt, zeigt der Blick auf den Spielplan, der auch einen Teil des Höhenfluges erklärt: Die bisherigen Freiburger Gegner liegen in der Tabelle auf den Plätzen 12, 13, 14, 16, 17 und 18. Einerseits also "kommen die großen Brocken erst noch" (Günter), zum Beispiel der BVB am kommenden Wochenende. Andererseits hat der Sport-Club jetzt schon sämtliche vermeintlichen Konkurrenten im Abstiegskampf deutlich distanziert. Auch deshalb schläft Christian Streich so ruhig – und, weil er der Ordnerin nach seinen TV-Interviews noch das Feuerzeug zurückgeben konnte. Das war ihm ganz besonders wichtig.

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