Gerne würden die Balinger Spieler am Freitagabend wieder Tore und Punkte gegen den VfR Aalen bejubeln. Foto: Kara

Zum Flutlichtduell gastieren die Fußballer der TSG Balingen in der Regionalliga Südwest am Freitagabend um 19 Uhr beim VfR Aalen. Die Ostalb Arena war bislang ein sehr gutes Pflaster für die Eyachstädter.

Denn aus bislang fünf Vergleichen in der Regionalliga Südwest – davon drei in Aalen – ging die TSG Balingen jeweils als Sieger hervor.

Der Balinger Cheftrainer Martin Braun hätte nichts dagegen, wenn diese Serie auch am Freitagabend weiter bestehen würde. "Prinzipiell gehen wir die Begegnung aber so an, wie jede andere Partie auch", sagt der 53-Jährige. "Wir wissen, dass wenn wir eine gute Leistung bringen, wir gegen alle Mannschaften gewinnen können. Das haben die Jungs auch beim 3:2 gegen den SGV Freiberg vor allem in der weiten Halbzeit gezeigt. Gelingt uns so ein Auftritt auch in Aalen, können wir zuversichtlich sein, auch von dort etwas mitzunehmen", zeigt sich der Ex-Profi optimistisch.

Brauns Optimismus kommt nicht von ungefähr; schließlich bog seine Mannschaft die Partie gegen den starken Aufsteiger aus Freiberg nach einem 0:1-Rückstand am Ende noch um. "Mir hat sehr gut gefallen, welche Bereitschaft und welchen Willen die Jungs gegen den SGV an den Tag gelegt haben. Sie haben in schwierigen Phasen dagegen gehalten und viele Laufwege gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit, in der Freiberg immer wieder versucht hat, mit Tempo uns in Gefahr zu bringen, haben wir gut dagegen gehalten", findet Braun Lob für sein Team. "Und die Jungs hatten immer den Glauben, dass auch Phasen kommen werden, in denen wir gute Aktionen haben werden; so ist es auch gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Aktionen besser zu Ende gespielt; wir waren im letzten Drittel präziser und haben dadurch auch schöne Tore erzielt."

Gleiches ist auch am Freitag in Aalen gefordert, denn das Team des neuen Trainers Tobias Cramer hat einen Traumstart hingelegt. "Aalen hat nach zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen sicherlich viel Selbstvertrauen. Der VfR hat in diesen beiden Begegnungen fünf Tore erzielt. Das spricht für die Qualität der Mannschaft, die über ein gutes Umschaltspiel verfügt und sehr diszipliniert auftritt", hat sich Braun mit den Stärken der Ostalb-Kicker bereits vertraut gemacht. "Für uns heißt das, gut geordnet zu sein; auch denn wenn wir mal im Spiel nach vorne die Bälle verlieren, was immer mal wieder der Fall sein kann. Da müssen wir bei der Restverteidigung gut organisiert sein und uns richtig orientieren, denn Aalen hat die Qualität, Stellungsfehler des Gegners sehr gut zu nutzen", weiß der 53-Jährige.

Personell kann Braun nahezu aus den Vollen schöpfen: Einzig der langzeitverletzte Luca Kölsch und Elias Wolf (Urlaub) fehlen, nach dem Kaan Akkaya, der gegen Freiberg aufgrund einer Zerrung pausiert hatte, und Aron Viventi wieder voll ins Training eingestiegen sind. Welche Startelf er auf den Rasen schicken wird, lässt der TSG-Trainer noch offen. "Ich schaue, immer welche Spieler zu welchem Gegner am besten passen", sagt Braun.