In der Vorsaison feierten Leander Vochatzer (rechts) und die TSG einen 4:0-Sieg in Walldorf. Klappt es auch diesmal? Foto: Eibner

Zwei Mal hat die TSG Balingen in der Regionalliga Südwest im Verlauf der englischen Woche schon gepunktet. Nun geht es zum Abschluss am Samstag um 14 Uhr zum FC Astoria Walldorf. Sind aller guten Dinge drei?

Vier Punkte haben die Eyachstädter aus den Spielen beim KSV Hessen Kassel (2:1) und gegen die Offenbacher Kickers (1:1) geholt. "Damit sind wir schon zufrieden", sagt der Balinger Cheftrainer Martin Braun, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft gegen die Kickers sehr zufrieden war. "Das war ein gutes und sehr intensives Spiel. Für uns war es schon gut, zu sehen, dass wir fast auf Augenhöhe sind mit Offenbach, wenn wir eine gute Leistung zeigen. Dass spricht für unsere derzeitige gute Verfassung, dass es uns gelungen ist, so eine starke Mannschaft wie Offenbach immer mal wieder in Bedrängnis zu bringen", sagt der 53-Jährige. "Wir haben ein super schönes Tor erzielt und wenig zugelassen."

Eine solche Leistung wäre auch am Samstag im Gastspiel in Walldorf von Vorteil für die Eyachstädter. Denn die Gastgeber haben ebenfalls vier Punkte in dieser englischen Woche geholt und waren am Mittwochabend beim VfR Aalen sogar nah dran am ersten Auswärtssieg; doch am Ende machte der VfR aus einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden. Für FC-Trainer Matthias Born war es dennoch der erste Punkt in der Fremde. Denn davor holte der aktuelle 14. des Tableaus ausschließlich im heimischen Dietmar-Hopp-Sportpark Zählbares mit Siegen gegen die Aufsteiger Wormatia Worms (1:0) und SGV Freiberg (3:1). Auswärts indes verloren die Astorianer torreich in Trier (0:3), im Derby in Hoffenheim (4:5) und beim FSV Frankfurt (2:6).

"Wir werden das Spiel so angehen, wie die anderen Begegnungen auch", sagt Balingens Trainer Braun. "Wir schauen, dass wir unsere Aufgaben gut erfüllen; das haben wir in Kassel und gegen Offenbach sehr gut gemacht. Das ist wichtig für uns; denn wir wissen, dass wenn uns das gelingt, können wir gut sein und auch in Walldorf punkten. Das ist das Ziel."

Vor allem wird es auch auf die defensive Stabilität ankommen. Denn Walldorf hat mit Niklas Antlitz einen waschechten Torjäger in seinen Reihen, der mit sieben Treffern gemeinsam mit Fisnik Asllami von der TSG Hoffenheim II die Torjäger-Rangliste anführt.

"Walldorf ist im Spiel nach vorne sehr gefährlich und schießt viele Tore. Neben Antlitz, der momentan etwas heraus ragt, haben sie aber och weitere torgefährliche Spieler – das ist schon eine der Stärken Astorias", weiß Braun. Doch der FC hat bereits schon 17 Gegentore kassiert; nur der Nachbar aus Hoffenheim (18) steht da noch schlechter da. Braun will diesen Fakt aber nicht überbewerten. "Es gibt eben solche Phasen, wo es oft klingelt; das kennen wir auch", sagt der Ex-Profi. "Wir hoffen natürlich, dass wir am Samstag zu Chancen kommen und auch Tore erzielen."

Personell kann der Balinger Cheftrainer nahezu aus den Vollen schöpfen; denn Torjäger Jan Ferdinand, der gegen Offenbach wegen einer Zerrung gefehlt hatte, ist wieder einsatzfähig. Fraglich iszt noch Lukas Ramser (Pferdekuss). Änderungen in der Startelf hält Braun für wahrscheinlich. "Das hat sich bisher auch bewährt, dass wir in englischen Wochen die Belastung etwas verteilen."