Nach Hoffenheim ist vor Koblenz. Die TSG Balingen möchte am Freitagabend auch zu Hause jubeln. Foto: Eibner

Nach dem erfolgreichen Nachholspiel in Hoffenheim ist die TSG Balingen am Freitag schon wieder gefordert. In der Bizerba Arena trifft sie um 19 Uhr auf Schlusslicht FC Rot-Weiss Koblenz.

Vier Partien stehen für die Balinger Fußballer vor der wohl verdienten Winterpause noch an. Die erste davon ist das Heimspiel gegen Koblenz. Tabellarisch gesehen ist die TSG klarer Favorit – die Gäste sind Tabellenletzter und haben seit 13 Regionalliga-Partien nicht mehr gewonnen.

Martin Braun mit Respekt vor Koblenz

Martin Braun erklärt im Vorfeld jedoch: "Wir haben vor Koblenz genauso viel Respekt, wie vor allen anderen Gegnern auch." Der Blick solle viel mehr auf die eigene Leistung gerichtet sein: "Wir wollen wieder ein gutes Spiel machen. Wenn uns das gelingt, haben wir sicher auch gute Chancen zu punkten." Leander Vochatzer meint: "Wir wollen unseren guten Lauf fortsetzen." Koblenz ist nicht zu unterschätzen Ohnehin dürfe man die Koblenzer nicht nur anhand ihres Tabellenplatzes bewerten. "Sie haben auch schon einige gute Spiele gemacht in dieser Saison", so Braun. Den einzigen Sieg gab es immerhin gegen die Kickers Offenbach, dazu Punkteteilungen gegen den VfB II und Fulda.

Fritschi nach Sperre wieder dabei

Was seine eigene Mannschaft anbelangt, hat Braun gute Nachrichten. Jonas Fritschi steht nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung. Probleme nach dem Hoffenheim-Spiel hat nur Moritz Kuhn. "Daher hatten wir ihn auch ausgewechselt. Von anderen Blessuren ist mir nichts bekannt, insofern dürfte der Kader sehr ähnlich wie am Dienstag aussehen." Das nur wenig Zeit zwischen den Partien liegt, stellt für Vochatzer kein Problem dar: "Dafür hatten wir am Wochenende frei. Da sehe ich überhaupt kein Problem." Martin Braun steht also wieder vor der Wahl, erneut auf seine erfolgreiche Elf zu vertrauen oder wie mehrfach erfolgreich praktiziert, zu rotieren.

Der breite und ausgeglichene Kader ist definitiv das große Plus der TSG. So haben in den Pokal- und Ligaspielen bereits 13 verschiedene Spieler Tore erzielt. Was Braun bei manchem Gegner hervorhebt, trifft auch vollumfänglich auf die TSG zu. Dem Trainer gefällt es: "Das ist sehr wichtig, speziell wenn Jan Ferdinand aktuell ausfällt. Es macht uns deutlich unberechenbarer, wenn viele verschiedene Tore erzielen. Ich freue mich für jeden Spieler, wenn er trifft." In Hoffenheim war zuletzt Pedro Almeida-Morais mit seinem Doppelpack der Matchwinner. Der Offensivspieler ist mit vier Toren damit zweitgefährlichster Angreifer im bisherigen Saisonverlauf.

Foelsch mit guter Leistung

Zum ersten Mal in der Startelf – und dann gleich 90 Minuten auf dem Platz war Co-Trainer Lukas Foelsch am Dienstag. Nur beim Pokalspiel in Nehren hatte er sonst begonnen. Martin Braun war zufrieden mit seinem Auftritt. "Er hat das gut gemacht. Er ist sehr wichtig für uns, und es ist gut Spieler in den Reihen zu haben, die immer zuverlässig spielen." So zuverlässig wie Foelsch präsentiert sich die TSG in den letzten Wochen auch in der Defensivarbeit. Der Lohn: Fünf Pflichtspiele in Folge ohne Gegentor. "Keiner ist sich für einen Weg zurück zu schade", bestätigt Vochatzer. Gelingt dies auch gegen Koblenz, hat man zumindest einen Punkt sicher. Das letzte Mal ohne eigenen Treffer blieb die TSG übrigens im Heimspiel gegen Homburg – dieses war am 2. September.