Lukas Ramser und die TSG gaben gegen den BSC alles, mussten sich aber mit 1:2 geschlagen geben. Foto: Kara

Mit einer Niederlage haben sich die Fußballer der TSG Balingen in der Regionalliga Südwest in die Winterpause verabschiedet. 1:2 (1:1) verloren die Eyachstädter unglücklich gegen den Namensvetter vom Kaiserstuhl, den Bahlinger SC.

Gastgeber werden eiskalt erwischt

Dabei wurde das Team von TSG-Cheftrainer Martin Braun, der seine Startelf auf drei Positionen verändert hatte – für Torhüter Marcel Binanzer, den gesperrten Leander Vochatzer und Elias Wolf liefen Goalie Julian Hauser, Jonas Vogler und Lukas Ramser auf – eiskalt erwischt: Vom Anpfiff weg schlugen die Gäste den Ball nach vorne; Santiago Fischer zog aus 16 Metern ab, und Keeper Hauser wehrte den Ball zur Seite ab. Aber Bahlingen blieb im Ballbesitz, und Yannick Häringer donnerte das Leder an den linken Innenpfosten, von wo der Ball nach gerade Mal 45 Sekunden zum 0:1 im Netz landete.

Akkayas Freistoß landet am Pfosten

Und es ging turbulent weiter: Fünf Minuten waren gespielt, als Kaan Akkaya einen Freistoß aus 25 Metern über die Bahlinger Mauer zirkelte und das Spielgerät am Pfosten landete. Doch vor allem in den ersten 25 Minuten taten sich die Eyachstädter gegen die ballsicheren und offensiv gefährlichen Gäste schwer So konnte sich die TSG bei ihrem Torhüter Hauser bedanken, der mit starken Paraden gegen Ergi Alihoxha (18.) und Shqipon Bektasi (21.) einen weiteren Gegentreffer verhinderte.

Klostermann köpft zum 1:1-Ausgleich ein

So nach und nach bekamen die Schwaben aber mehr Zugriff auf das Spiel, und nach 40 Minuten erkämpfte sich Ferdinand gegen BSC-Keeper Geng den Ball und passte zu Simon Klostermann, der aus guter Position aber etwas überhastet verzog. Besser machte es der Balinger Torjäger aber kurz vor dem Halbzeitpfiff: nach einer präzisen Hereingabe von Akkaya von der linken Seite köpfte er zum 1:1-Ausgleich in die lange Ecke ein.

Balingen erwischt besseren Start in Halbzeit zwei

Nach dem Seitenwechsel waren es die Hausherren, die den besseren Auftakt erwischten: Aron Viventi eroberte an der Balinger Eckfahne den Ball, passte zu Jan Ferdinand, der auf Sascha Eisele ablegte, und der donnerte das Leder haarscharf am langen Eck vorbei (47.). Das hätte das 2:1 sein können.

Bahlinger SC nutzt Ecke zur 2:1-Führung

Es entwickelte sich eine intensive Partie mit hohem Tempo und Chancen für beide Mannschaften. Nach einem feinen Doppelpass zwischen Santiago Fischer und Bektasi rettete TSG-Kapitän Matthias Schmitz zur Ecke. Den folgenden Eckstoß schlug Hasan Pepic gefühlvoll auf den zweiten Pfosten, wo Yber Lokaj gegen die Laufrichtung von Keeper Hauser zum 2:1 einköpfte (57.). Und fast hätten die Kicker vom Kaiserstuhl den dritten Treffer nachgelegt, als Hauser einen verdeckten Schuss von Bektasi gerade noch abwehrte und Fischer den Nachschuss nicht im Tor unterbrachte (60.).

Die Latte verhindert den Ausgleich der Hausherren

Doch die TSG gab sich noch längst nicht geschlagen: Nach einem Freistoß von Akkaya kam Ferdinand zum Kopfball, der Ball landete aber an der Unterkante der Latte und wurde zur Ecke geklärt. In der Schlussphase warf die TSG noch einmal alles nach vorne, agierte aber oft zu überhastet, so dass sich dem BSC Konterchancen boten.

Umstrittene Rote Karte

Tore fielen keine mehr; allerdings sah in der Nachspielzeit der eingewechselte Tobias Dierberger nach einem Zweikampf die Rote Karte –­ eine umstrittene Entscheidung des schwachen Schiedsrichters Niclas Zemke, der wohl ein Nachtreten des Balinger Stürmers gesehen haben wollte.