Mit einer starken Leistung haben Kaan Akkaya und die TSG Balingen den FC Astoria Walldorf mit 2:0 bezwungen. Foto: Eibner

Mit einem 2:0-Auswärtssieg beim FC Astoria Walldorf und insgesamt sieben Punkte hat die TSG Balingen die englische Woche in der Regionalliga Südwest abgeschlossen. Mit 14 Zählern belegen die Eyachstädter Rang sechs.

Dabei verbuchten die Jungs von TSG-Cheftrainer Martin Braun gleich zwei Auswärtssiege – 2:1 in Kassel und 2:0 in Walldorf – und knöpften Titelanwärter Kickers Offenbach beim 1:1 einen Zähler ab. Und dies, obwohl der Balinger Cheftrainer die drei Begegnung mit veränderter Startaufstellung angegangen war. So stellte Braun seine Anfangsformation in Walldorf gegenüber dem Spiel in Offenbach gleich auf sechs Positionen um. "Das war schon etwas mutig", sagt Braun. "Aber wir haben viele Spieler, die auf ähnlichen Niveau sind, und dass sollte sich immer mal wieder in der Aufstellung zeigen."

So kamen denn auch die beiden Neuzugänge Walter Vegelin und Nyamekye Awortwie-Grant zu ihrem Debüt in der Startaufstellung, und sie dankten es mit guten Leistungen. "Die Beiden haben sich das verdient, da sie sowohl im Training als auch bei den Einwechslungen sehr ordentliche Leistungen gezeigt haben", sagt der 53-Jährige, den auch freute, dass die beiden Treffer von Pedro Almeida-Morais (13.) und Leander Vochatzer (68.) von TSG-Torhüter Marcel Binanzer eingeleitet wurden. "Für mich als Trainer sind das die schönsten Tore, denn das kennzeichnet das, was wir eigentlich immer wollen, ein guter Spielaufbau, im richtigen Moment in die Tiefe zu spielen und dann die richtigen Laufwege zu gehen – das haben wir bei beiden Toren sehr gut gemacht."

Gute defensive Organisation

Als weiteren Schlüssel zum Erfolg in Walldorf sieht Mittelfeldspieler Kaan Akkaya, "dass wir gegen einen Gegner, der als sehr offensivstark gilt, kaum etwas zugelassen haben, da wir eine sehr gute defensive Organisation hatten. Und im Offensivbereich haben wir unsere Angriffe geduldig und gut zu Ende gespielt." Auch die personellen Wechsel Brauns bewertet der 27-Jährige positiv. "Wir haben einen breiten Kader, und das fördert den Konkurrenzkampf untereinander, aber im positiven Sinne. Denn Jeder gönnt dem Anderen die Spielzeiten. Durch die sechs Wechsel im Spiel gegen Walldorf hatten wir vielleicht auch mehr Frische als Gegner", mutmaßt Akkaya, "Ich denke mit der Punktausbeute der englischen Woche können wir mehr als zufrieden sein."

Doch bereits am Freitagabend steht um 19 Uhr das schwäbisch Derby gegen den VfB Stuttgart II auf dem Spielplan. Die U23-Youngster sind deutlich erfolgreicher gestartet als das Bundesligateam und belegen nach dem 3:1-Erfolg gegen den VfR Aalen mit 15 Punkten Rang vier. Nur einen Zähler weniger hat die TSG als Sechster auf dem Konto. Akkaya freut sich schon auf das Flutlichtspiel. "Natürlich wollen wir gewinnen; aber wir wissen auch, was auf uns zukommt: Der VfB II ist eine spielstarke Mannschaft mit technisch versierten Spielern. Wir werden uns im Training gut darauf vorbereiten, damit wird Spiel gewinnen können, wissen jedoch auch, dass wir dafür an unsere Leistungsgrenze gehen müssen."